Selbstproduzierten Solarstrom lieber selbst nutzen

20.03.2019
Nicht verbrauchten Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage können Hausbesitzer ins Netz einspeisen. Jedoch erhalten sie dafür nicht den vollen Preis. Daher lohnt es sich, die erzeugte Energie selbst zu nutzen.
Hausbesitzer sollten beim Bau einer Photovoltaik-Anlage die Dachfläche voll ausnutzen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Hausbesitzer sollten beim Bau einer Photovoltaik-Anlage die Dachfläche voll ausnutzen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer eine Photovoltaik-Anlage am Haus bauen möchte, sollte sie so groß wie möglich planen und die Dachfläche voll ausnutzen. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erläutert, ist es außerdem wichtig, möglichst viel vom selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen.

Pro Kilowattstunde ist der Strom dann so viel wert wie eingekaufter Strom: im Schnitt etwa 26 Cent. Die Experten raten, starke Energieverbraucher wie Spül- und Waschmaschine dann laufen zu lassen, wenn die Sonne scheint. Idealerweise nutzt man die intensive Mittagssonne. Wird der Strom vom Dach nicht selbst genutzt, sondern ins allgemeine Netz eingespeist, erhalten Hausbesitzer dafür nur 11 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Batteriespeicher für den selbsterzeugten Strom sind laut den Experten nicht zu empfehlen, weil ihre Anschaffung mit großen Kosten verbunden ist und die Lebensdauer der Batterien nur 10 bis 15 Jahre beträgt.

Eine Solaranlage mit zehn Kilowatt Nennleistung auf dem Dach eines Einfamilienhauses verspreche eine Rendite von etwa 3,4 Prozent - zu diesem Ergebnis kommt nach Angaben der Verbraucherschützer eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. Nutzt man zusätzlich ein E-Auto, können es bis zu 4,7 Prozent werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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