Üblichen Müll nicht im Klo hinunterspülen

19.11.2018
Entsorgt man ungeeigneten Müll in der Toilette, belastet man Kanalisation und Umwelt. Chemikalien, Medikamente, Fette und Hygieneartikel kommen besser in die Tonne oder zur Sammelstelle.
Um Kanalisation und Umwelt zu schonen, sollten keine Chemikalien oder Hygieneartikel in die Toilette gekippt werden. Foto: Ralf Hirschberger
Um Kanalisation und Umwelt zu schonen, sollten keine Chemikalien oder Hygieneartikel in die Toilette gekippt werden. Foto: Ralf Hirschberger

Berlin (dpa/tmn) - Die Entsorgung über die Toilette scheint manchmal so naheliegend. Aber: Weder Speisereste noch Überbleibsel von Farben, Lacken und sonstigen Chemikalien sollten darüber entsorgt werden.

Farben und Co. lassen sich oft gar nicht den Klärwerken abbauen, damit ist das Wasser verunreinigt. Sie werden daher am besten zu speziellen Sammelstellen für Schadstoffe gebracht. Informationen dazu gibt es bei den Kommunen. Darauf weist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hin, zu dem auch die Wasserversorger gehören.

Auch viele Wirkstoffe aus Medikamenten, die im Klo hinuntergespült wurden, können in den Kläranlagen nicht entfernt werden. Der VKU rät, diese entweder im Hausmüll zu entsorgen oder zu stationären Schadstoffsammelstellen zu bringen. Auch manche Apotheke nehmen alte Mittel zurück.

Speisereste, Fette und Öl setzen sich in der Kanalisation ab. Das führt mit der Zeit nicht nur zu Gerüchen, sondern lockt zum Beispiel auch Ratten verstärkt an. Diese Reste kommen daher am besten in entweder den Restmüll oder die Biotonne beziehungsweise den Kompost.

Auch viele andere Produkte sollten nur bedingt in die Toilette kommen. Laut VKU können feuchte WC- und Wickeltücher, Wattestäbchen und -pads, Rasierklingen, Tampons und Binden, Windeln, Kondome, Katzenstreu, Kunststoffe und Textilien die Leitungen im Haus und die Kanalisation verstopfen. Sie setzen auch Pumpen außer Betrieb und führen so zu Störungen im Klärwerk.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Alles Sperrmüll? Nein, für vieles, was im Sperrmüll landet, gelten eigentlich andere Entsorgungswege. Foto: Uwe Anspach Tipps zur richtigen Müllentsorgung Wenn die Deutschen etwas können, dann ist es recyceln? Denkste! Wo eine alte Matratze oder abgelaufene Medikamente entsorgt werden müssen, weiß längst nicht jeder. Und Möbel mit fest eingebauten elektrischen Bauteilen? Ein Überblick.
Batterien und Akkus sollte man im Handel entsorgen. Sie lassen sich zu Hause sammeln und einfach während des wöchentlichen Einkaufs im Geschäft abgeben. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn So geht gutes Elektrogeräte-Recycling Seien wir doch mal ganz ehrlich zu uns selbst: Am Ende schlägt oft die Bequemlichkeit den Umweltschutz. Statt die leeren Batterien zu sammeln und ins Recycling zu geben, schmeißt man sie schnell in den Müll. Doch das kann gefährlich werden.
Miete sollte besser pünktlich und vollständig gezahlt werden. Denn geraten Mieter in Zahlungsverzug, riskieren sie die Kündigung. Oft können sie diese aber noch abwenden. Foto: Christin Klose Was Mieter tun können: Gekündigt wegen Zahlungsverzugs Wer mit der Miete in Rückstand gerät, kann im schlimmsten Fall gekündigt werden. Doch ab wann ist der Vermieter dazu berechtigt? Und wie können säumige Mieter ihren Rauswurf noch verhindern?
Wer den Schutt auf seinem Baucontainer trennt, kann sparen und tut auch der Umwelt etwas Gutes. Foto: Kai Remmers Bauschutt trennen spart bares Geld Wer auf der Baustelle Bauschutt trennt, spart. Aber selbst Bauherren, denen das zu lästig ist, dürfen nicht einfach alles in einen Container werfen. Gefährliche Schadstoffe müssen getrennt werden. Dazu gehören seit kurzem auch Dämmstoffe aus Styropor.