Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

18.10.2017
Die Zubereitung von Fleisch kann eine echte Herausforderung sein. So auch beim Rinderfilet. Damit es hinterher nicht sehnig oder trocken schmeckt, muss es richtig beschnitten und in Form gebracht werden.
1. Das Rinderfilet vor sich aufs Brett legen. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn
1. Das Rinderfilet vor sich aufs Brett legen. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ein zartes Rinderfilet ist ein Gedicht. Wer aber schonmal mit einem riesigen Fleischstück in der Küche stand, kennt das Rätselraten. Was ist hier Fett, was Sehne? Was muss ab, was bleibt dran?

Heiko Seemann arbeitet an der Fleischtheke in den Galeries Lafayette in Berlin. Er erklärt Schritt für Schritt, wie man ein Rinderfilet pariert:

1. Das Rinderfilet vor sich aufs Brett legen.

2. Mit einem Messer mit dünner Klinge den Kopf des Filets links und rechts einschneiden.

3. Nun muss die Silberhaut weg: Dazu mit der Messerklinge einen Anfang finden und das erste Stück Haut vom Körper wegschneiden. Dadurch bekommt man für die restliche Haut einen Zugpunkt. Die Haut nun zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, straff ziehen und mit dem Messer den Rest wegschneiden.

4. Ist die Silberhaut entfernt, dreht man das ganze Filet. Auf der Unterseite sichtbare Sehnen wegschneiden.

5. Das Filet muss nun in Form gebracht werden, um daraus Stücke schneiden zu können: Dazu braucht man Küchengarn. Das Garn unter das Fleisch legen, und auf der Oberseite mit einem Doppelknoten zusammenknoten. Den Vorgang wiederholen, bis das Filet kompakt zusammengeschnürt ist.

6. Nun Filetscheiben herunterschneiden, am besten nicht zu dünn, damit das Fleisch nicht trocken wird. «Mindestens zwei Zentimeter Dicke», empfiehlt Seemann.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer es morgens eher deftig mag, startet mit einem Räucherlachs-Avocado-Dill-Aufstrich in den Tag. Dazu passt Dinkel-Roggen-Brot. Foto: Naumann & Göbel Verlag Vollwert-Ernährung: Clean Eating ist in Mode Naturbelassene Lebensmittel frisch zubereitet genießen - das ist die Kernidee von Clean Eating. Der Ernährungstrend findet wohl auch deshalb zunehmend Anhänger, weil er vergleichsweise unkompliziert ist und man fast nichts falsch machen kann.
Obst oder Süßes? Beides enthält Zucker - der in Kuchen und Co. ist aber verzichtbar. Obst sollte man hingegen keinesfalls vom Speiseplan streichen. Foto: Westend61/ Philipp Dimitri Zucker, Sirup & Co. - Zuckerfallen auf die Schliche kommen Cola, Fleischsalat, Kekse und Co. - Zucker lauert überall, man kann ihm kaum entkommen. Wie lässt sich also ein zuckerfreies Leben führen? Vor allem in Ernährungsfallen sollte man nicht hineintappen.
Gesunde Beilage: Möhrenspaghetti passen beispielsweise zur Hähnchenbrust. Foto: Studio Klaus Arras/Edition Fackelträger/dpa-tmn Vitamin-Spiralen mit Soße: Wenn Gemüse Pasta ersetzt Nudeln ohne Kohlenhydrate, das klingt wie der Himmel auf Erden für ernährungsbewusste Pastafans. Gemüsenudeln sind nicht nur kalorienarm und vitaminreich, sondern auch optisch ein Hingucker. Aber schmecken sie auch?
Ruckzuck zubereiten lassen sich Lupinen-Rösti. Als Dip dazu passt eine Sour Cream aus Lupinen-Joghurt. Foto: Wolfgang Schardt/Gräfe und Unzer/dpa-tmn «Soja des Nordens»: Lupinen liefern hochwertiges Eiweiß Startet die Süßlupine durch? Lupinensamen und die daraus hergestellten Produkte haben das Zeug dazu, vielfältig in der Küche eingesetzt zu werden. Ganze Samen dienen als Fleischersatz. Sie können aber auch zu Milch, Joghurt und Desserts verarbeitet werden.