Fußball-EM: Medikamenten-Check für Herzkranke

13.06.2016
Bei spannenden Fußballspielen steigen Puls und Blutdruck. Das kann vor allem für Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung kritisch werden.
Herzkranke sollten Menschenmassen beim Public Viewing unter Umständne meiden. Foto: Daniel Karmann
Herzkranke sollten Menschenmassen beim Public Viewing unter Umständne meiden. Foto: Daniel Karmann

Berlin (dpa/tmn) - Bei aufregenden Spielen der Fußball-Europameisterschaft rast schon mal das Herz. Menschen mit Herzerkrankungen müssen hier aufpassen. Denn es kann dann in vorgeschädigten Gefäßwänden zu kleinen Einrissen kommen, an denen sich Blutgerinnsel bilden.

Herzkranke sollten deshalb die Partien der Fußball-EM in Frankreich jetzt zum Anlass nehmen, ihre Medikamente vom Arzt prüfen zu lassen, rät die Deutsche Herzstiftung: Könnte ein Blutdrucksenker nötig sein? Und sind die Cholesterinwerte gut eingestellt?

Eingefleischte Fans sollten während des Turniers (noch bis 10. Juli) außerdem nicht nur passiv am Sport teilhaben, sondern selbst aktiv werden: Wer ausreichend belastbar ist, kann fünfmal pro Woche rund 30 Minuten joggen, radfahren oder schnell spazierengehen. Gut ist auch, wenn sich Herzpatienten während der EM-Spiele zurückziehen können - in der Menschenmasse beim Public Viewing kann das schwierig werden. Wer merkt, dass er sehr aufgeregt ist, und sein Blutdruck steigt, sollte sich hinlegen und eine Weile entspannen. Auch ein Spaziergang in der Halbzeitpause kann dabei helfen, wieder zur Ruhe zu kommen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer beim Fußballschauen einen Imbiss zu sich nicht, achtet nicht unbedingt auf Kalorien. Um das Essen wieder abzutrainieren, müssten viele Fans lange trainieren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand So lange trainieren Fußballfans Burger und Softdrink ab Egal ob in der Kneipe oder zu Hause - wer die WM-Spiele verfolgt, stopft oft manches Essen in sich hinein. Bei einer klassischen Verpflegung aus Burger, Pommes frites und Cola kommen da eine Menge Kalorien zusammen. Wie viel Sport ist nötig, um sie wieder loszuwerden?
Sonnenschutz und viel Trinken sind beim Besuch einer Fanmeile besonders wichtig. Foto: Marcel Mettelsiefen/Archiv Tipps für den Besuch der Fanmeile Ist das Wetter schön, zieht es viele Fans zum Fußballschauen nach draußen. Dabei stehen sie meist lange Zeit in der prallen Sonne. Das Deutsche Rote Kreuz gibt Tipps, wie man den Fanmeilen-Besuch ohne Kreislaufprobleme übersteht - und was im Fall der Fälle zu tun ist.
Viele Senioren halten sich regelmäßig mit Nordic-Walking fit. Wenn jedoch die Gelenke anschwellen oder der Puls am Morgen zu hoch ist, sollten sie sich eine Schonzeit gönnen. Foto: Felix Kästle Im Alter die Sportart anpassen Ältere Menschen sollten sich beim Sport nicht mehr so stark belasten. Denn gehen sie über ihre Grenzen, bekommen sie die gesundheitlichen Folgen schnell zu spüren - etwa in den Gelenken.
Bei einem Wadenkrampf stellen Sportler die Bewegung am besten sofort ein - dehnen hilft. Auch den Fußballer Christian Müller hat es erwischt. Er bekommt Hilfe von Granit Xhaka. Foto: Friso Gentsch Wenn die Wade schmerzt: Muskelkrämpfe beim Sport behandeln Es ist eine bekannte Szene aus dem Fußballstadion: Ein erschöpfter Spieler fasst sich immer wieder an die Wade, ihm macht ein Muskelkrampf zu schaffen. Auch Freizeitsportler kann es treffen. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich jedoch gegensteuern.