Bei roten Linsen auf Bioqualität achten

25.02.2021
In der Suppe, im Salat oder als Beilage: Rote Linsen schmecken in vielen Variationen und liefern Proteine. In der Qualität gibt es aber Unterschiede.
Rote Linsen stecken voller Ballaststoffe und haben einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Rote Linsen stecken voller Ballaststoffe und haben einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Rote Linsen stecken voller Ballaststoffe und Spurenelemente und haben einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß. Die Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe 3/2021) hat sich die Produkte von 20 Herstellern genauer angeschaut.

Klarer Gewinner sind Linsen aus ökologischem Anbau. Alle neun mit «sehr gut» bewerteten Produkte waren Bioprodukte - darunter auch Eigenmarken von Supermärkten und Discountern. Von den konventionellen Linsen schaffte nur eines die Note «gut», zwei bekamen sogar die rote Karte mit «ungenügend».

Getestet wurde auf verschiedene Pestizide, unter anderem auf die Pflanzenschutzmittel Glyphosat und auch Glufosinat, dessen Anwendung in der EU mittlerweile verboten ist. Weitere Test-Schwerpunkte waren Mineralölbestandteile, auch der Gehalt von Schwermetallen wie Cadmium oder Nickel wurde untersucht.

Pestizide konnten die Tester demnach in allen konventionellen Produkten aber nur in einem Bio-Produkt nachweisen. Mineralöl-Verunreinigungen fanden sich hingegen in beiden Produktgruppen gleichermaßen. Möglicher Grund hierfür seien Stoffe aus Verarbeitungsprozessen oder aus der Verpackung. Immerhin: die mit «sehr gut» bewerteten Linsen enthielten keine oder nur sehr geringe Mineralölrückstände.

Wer also Pestizidrückstände vermeiden will, sollte auf Bioprodukte zurückgreifen, so das Fazit der Tester. Preislich gäbe es keinen großen Unterschied, das teuerste Produkt stammte sogar aus konventionellem Anbau.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-585674/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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