Passagiere haben «das Fliegen verlernt»

18.05.2022
Getränke, Cremes und Taschenmesser: Was darf mit ins Handgepäck? Damit es nicht zu langen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen kommt, sollten sich Fluggäste im Vorfeld informieren.
Eine abschließbare Tüte mit Kosmetikartikeln, die im Handgepäck transportiert werden dürfen. Damit es nicht zu unnötigen Wartezeiten vor der Sicherheitskontrolle kommt, haben Bundespolizeiinspektion und Flughafen Tipps vorgestellt. Foto: Marcus Brandt/dpa
Eine abschließbare Tüte mit Kosmetikartikeln, die im Handgepäck transportiert werden dürfen. Damit es nicht zu unnötigen Wartezeiten vor der Sicherheitskontrolle kommt, haben Bundespolizeiinspektion und Flughafen Tipps vorgestellt. Foto: Marcus Brandt/dpa

Hamburg (dpa/lno) - Großes Parfüm oder Schnaps im Handgepäck - nach zwei Jahren Pandemie haben viele Menschen «das Fliegen verlernt» und halten damit andere an den Sicherheitskontrollen auf. Das haben der Flughafen Hamburg und die Bundespolizei festgestellt und Tipps für eine schnelle Abfertigung vorgestellt.

«Viele Fluggäste sind unvorbereitet», sagt die Leiterin des Passagiermanagements Stefanie Harder. Viele Gegenstände landeten im Müll, weil Passagiere vergessen hätten, was mit ins Handgepäck darf und was nicht, so Harder. Pro Passagier entstehen nach Angaben des Hamburger Flughafens etwa 25 Prozent mehr Müll als vor der Pandemie.

Harmloses und Kurioses kann konfisziert werden

Neben harmlosen Alltagsgegenständen wie Cremes, Parfums und Spirituosen konfiszierte die Bundespolizei auch kuriose und zum Teil gefährliche Gegenstände - darunter eine Pfeffermühle im Stile eines Baseballschlägers, einen Gürtel, dessen Schnalle aussieht wie eine Pistole, und sogar eine Machete. Dass Waffen im Gepäck verboten sind, sollte jedem Fluggast klar sein. Damit es gar nicht erst zu Missverständnissen kommt, solle man sich im Vorfeld informieren.

Im Handgepäck sind beispielsweise nur Flüssigkeiten bis zu 100 Milliliter erlaubt, die in einem wiederverschließbaren und durchsichtigen Beutel transportiert werden müssen. «Man muss nicht alles mitnehmen», sagte der Leiter der Bundespolizeiinspektion am Hamburger Flughafen, Dirk Reitmaier. Eine Flasche Wasser bekomme man auch noch nach der Sicherheitskontrolle.

Der Hamburger Flughafen erwarte an Spitzentagen bis zu 45.000 Passagiere am Tag, das seien erstmals wieder rund 70 Prozent des Vor-Krisen-Niveaus. Um Stress und lange Wartezeiten zu vermeiden, solle man mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Zudem könnten Passagiere Kofferaufgabe und Check-in bei einigen Airlines schon am Vorabend erledigen. Am Hamburger Flughafen stünden dafür auch Automaten bereit.

© dpa-infocom, dpa:220518-99-340554/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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