Wie hoch dürfen Mahnkosten für eine Stromrechnung sein?

05.06.2020
Vier Euro Mahnkosten, sechs, noch mehr? Das ist bei einer nicht gezahlten Stromrechnung zu viel, sagen Verbraucherschützer. Denn die Anbieter dürfen längst nicht alles in Rechnung stellen.
Strom kann teuer sein, je nach Verbrauch. Zahlt jemand seine Rechnung nicht, werden zudem Mahngebühren fällig. Die dürfen allerdings nicht zu hoch ausfallen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Strom kann teuer sein, je nach Verbrauch. Zahlt jemand seine Rechnung nicht, werden zudem Mahngebühren fällig. Die dürfen allerdings nicht zu hoch ausfallen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Mahnkosten bei nicht gezahlten Stromrechnungen müssen sich in einem angemessenen Rahmen bewegen. Laut Rechtssprechung dürfen die Stromanbieter nur Kosten für Material und Porto einfordern, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Personalkosten für das eigene Forderungsmanagement müssen sie selbst tragen.

Kommt ein Stromkunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nach und fordert der Stromversorger erneut die Zahlung, werden die Kosten für diese Mahnung in der Regel dem Kunden in Rechnung gestellt. Zulässig ist hierfür ein Betrag zwischen einem und zwei Euro. Die Verbraucherschützer mahnten sechs Anbieter ab, die den Kunden für eine Mahnung zwischen 4,85 und 6,00 Euro berechneten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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