Wie Anleger unseriöse Produkte erkennen

21.05.2020
Möglichkeiten, um Geld anzulegen, gibt es viele. Allerdings sind nicht alle Angebote seriös. Zum Glück gibt es Warnzeichen, an denen Anleger zweifelhafte Produkte erkennen können.
Die Aussicht auf Gewinn lockt: Anleger dürfen sich bei Geldanlagen aber nicht von gut klingenden Versprechen blenden lassen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Die Aussicht auf Gewinn lockt: Anleger dürfen sich bei Geldanlagen aber nicht von gut klingenden Versprechen blenden lassen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Bank-, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsgeschäfte dürfen in Deutschland nur mit staatlicher Erlaubnis betrieben werden. Zuständig dafür ist in der Regel die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Der Haken: Selbst wenn die BaFin Anbietern eine Erlaubnis erteilt hat, bedeutet dies nicht automatisch, dass deren Produkte empfehlenswert sind, erklärt die Aufsichtsbehörde. Drei Warnzeichen:

- Investment auf Probe: Manche Anbieter locken mit der Möglichkeit, zunächst probeweise einen kleineren Betrag anzulegen. In der Regel zahlt sich das erstmal aus: Nach kurzer Zeit berichten Anbieter vom Erfolg der Anlage. Das soll Anleger dazu verleiten, mehr Geld zu investieren. Der weitere Erfolg ist aber nicht garantiert.

- Unklares Produkt: Bei der Geldanlage ist Transparenz wichtig. Das heißt: Anleger sollten das Produkt verstehen. Hat der Anbieter Schwierigkeiten, sein Produkt zu erklären, sollten Anleger misstrauisch werden. Grundsätzlich gilt: Je komplizierter ein Produkt ist, desto mehr Erfahrung sollten Kunden mit Finanzgeschäften haben.

- Undurchsichtige Ausstiegsmöglichkeiten: Der Einstieg ist meist einfach. Der Ausstieg nicht immer. Verträge mit mehreren Jahren Laufzeit sollten nur abgeschlossen werden, wenn an der Seriosität des Anbieters keine Zweifel bestehen. Das gilt vor allem, wenn es keine Möglichkeit zum vorzeitigen Ausstieg gibt.

Tipps der BaFin zu unseriöser Geldanlage


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Crowdinvestment-Anleger sollten sich genau über mögliche Risiken informieren. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn/dpa Crowdinvesting birgt Risiken: Als Anleger genau hinschauen Geld anlegen mit dem Schwarm: Viele Anleger interessieren sich für sogenanntes Crowdinvesting. Das Investieren über Internetplattformen verspricht hohe Renditen. Allerdings werden Anleger nach Ansicht von Verbraucherschützern meist nicht genug über Risiken aufgeklärt.
Im Internet gibt es viele vermeintlich attraktive Zinsangebote - manche sind allerdings alles andere als sicher. Foto: Christin Klose/dpa-tmn «Finanztest»: Vorsicht bei Angeboten mit hohen Zinsen Sparzinsen sind seit langem kaum der Rede wert. Manche Anbieter werben im Internet trotzdem mit Zinssätzen von bis zu 7,5 Prozent. Bei solchen Angeboten sollten Sparer aber besonders kritisch sein.
Der Marktbericht des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt, immer mehr Menschen interessieren sich für Nachhaltigkeit rund um das Thema Geldanlage. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn Private Investments stark gestiegen Demos gegen den Klimawandel, Debatten über Kohleausstieg oder CO2-Steuer - Umweltthemen spielen eine immer größere Rolle. Offenbar gilt das auch bei der Geldanlage. Nachhaltige Geldanlagen boomen.
Auch bei der Geldanlage gewinnt das Thema Umweltschutz eine immer größere Bedeutung. Foto: Lino Mirgeler/dpa Nachhaltige Investments gewinnen an Bedeutung Immer mehr Anleger achten darauf, dass ihr Vermögen nicht nur gewinnbringend investiert ist - sondern auch nachhaltig. Der Markt für solche Anlagen wächst. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff?