Wann Versorger den Abschlag erhöhen können

02.11.2021
Für Endverbraucher bedeuten hohe Energiepreise in der Regel auch höhere Kosten. Doch darf eine regelmäßige Abschlagszahlung einfach so angehoben werden?
Den Abschlag für die Energielieferung können Anbieter nicht einfach wahllos anpassen. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
Den Abschlag für die Energielieferung können Anbieter nicht einfach wahllos anpassen. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn

Rostock (dpa/tmn) - Energie wird weltweit immer teurer. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf höhere Ausgaben einstellen. Stellt sich die Frage: Wann kann ein Energieversorger die regelmäßigen Abschlagszahlungen anheben?

Ein Verweis auf die allgemein erhöhten Energiepreise reicht dafür in der Regel nicht aus, erklärt die Verbraucherzentrale MV in Rostock. Denn ohne eine Preisänderung im entsprechenden Tarif oder einen Mehrverbrauch des Kunden ist eine Erhöhung des Abschlags nicht ohne weiteres zulässig.

Nach Angaben des Vergleichsportals Check24 haben seit August 98 Gasgrundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt. Im Durchschnitt lag der Anstieg bei 17,3 Prozent.

Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeute dies zusätzliche Kosten von durchschnittlich 263 Euro pro Jahr, berichtete Check24.

© dpa-infocom, dpa:211102-99-837054/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Strom kann ganz schön teuer sein. Kunden haben aber die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa/dpa-tmn Energieanbieter wechseln ist einfach Ohne Strom und Gas geht nichts. Die Kosten für den Energieverbrauch können ins Geld gehen. Wer vergleicht und rechnet, kann aber durchaus sparen. Der Anbieterwechsel ist nicht kompliziert.
Den Stecker ziehen: Wenn Stromversorger den Preis erhöhen, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Tipps zum Tarifwechsel bei Strom und Gas Die Energiekosten steigen Jahr um Jahr? Das muss nicht sein. Mit einem Tarifwechsel können Verbraucher viel Geld sparen. Worauf es bei der Suche nach einem neuen Tarif ankommt.
Auch wenn ein Anstieg der Heizkosten zu erwarten ist, dürfen Energieversorger die Abschläge nicht eigenmächtig erhöhen. Foto: Jens Büttner Energieversorger dürfen Abschläge nur mit Zustimmung ändern Ein kalter Winter kann für Energiekunden teuer werden. Oft wird dann mit der Jahresabrechnung eine hohe Nachzahlung fällig. Um dies zu vermeiden, wollte ein Energieversorger die Abschläge frühzeitig anpassen. Doch ist ein solches Vorgehen ohne Zustimmung zulässig?
Erhöht der Stromanbieter den Preis, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Stromanbieter müssen Sonderkündigung akzeptieren Energieanbieter heben oft zum Jahreswechsel ihre Preise an. Nicht immer wird das Kunden auch transparent mitgeteilt. Verbraucher sollten ihre Rechte kennen.