Vorsicht Falle: Stromzählernummer nicht am Telefon nennen

06.08.2021
Unerlaubte Telefonwerbung ist zwar verboten, aber an der Tagesordnung. Angerufene sollten keine Daten preisgeben - sonst kann es sein, dass sie den Stromanbieter wechseln, ohne das zu wollen.
Bei unerlaubten Werbeanrufen legen die Angerufenen am besten sofort auf, empfehlen Verbraucherschützer. Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn
Bei unerlaubten Werbeanrufen legen die Angerufenen am besten sofort auf, empfehlen Verbraucherschützer. Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Bremen (dpa/tmn) - Am anderen Ende der Leitung sitzen Verkaufsprofis: Bei unerlaubter Telefonwerbung verwickeln die Anrufer Verbraucher in ein Gespräch und erfragen geschickt persönliche Daten. Bekommen sie auf diese Weise zum Beispiel Name, Anschrift und Stromzählernummer, können sie einen Wechsel zu einem anderen Stromanbieter in die Wege leiten, warnt die Verbraucherzentrale Bremen.

Weil ein Wechsel unkompliziert ist, wenn man die richtigen Daten hat, sei der ungewollte Anbieterwechsel meist schon umgesetzt, bevor betroffene Verbraucher die schriftliche Bestätigung erhalten. Der automatisierte Wechselprozess lässt sich aber nur innerhalb von 72 Stunden stoppen - zu spät also meist, um aktiv zu werden.

Am besten kommentarlos auflegen

Um an die wichtigen Daten zu kommen, verunsichern und bedrängen die Anrufer laut der Verbraucherzentrale häufig ihre Opfer. Dazu nutzten sie Falschinformationen über auslaufende Verträge oder kurzfristige Preiserhöhungen und verschleierten ihren Auftraggeber.

Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte am besten sofort auflegen. Auf keinen Fall sollten persönliche Daten preisgegeben werden. Zusätzlich kann man sich direkt beim eigenen Stromanbieter melden und dort hinterlegen, dass ein Anbieterwechsel nicht gewünscht ist.

Wer nicht aufgepasst hat und eine Auftragsbestätigung bekommt, kann sich auf sein 14-tägiges Widerrufsrecht berufen. Das gilt eigentlich ab Vertragsschluss - aber nur, wenn dabei auf dieses Recht hingewiesen wird. Das tun unseriöse Anrufer eher nicht, der Kunde erfährt davon erst auf der Bestätigung. Somit laufen die 14 Tage laut den Verbraucherschützern erst ab Eintreffen der Auftragsbestätigung.

© dpa-infocom, dpa:210806-99-744083/2

Info der Verbraucherzentrale


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Strom kann ganz schön teuer sein. Kunden haben aber die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa/dpa-tmn Energieanbieter wechseln ist einfach Ohne Strom und Gas geht nichts. Die Kosten für den Energieverbrauch können ins Geld gehen. Wer vergleicht und rechnet, kann aber durchaus sparen. Der Anbieterwechsel ist nicht kompliziert.
Den Stecker ziehen: Wenn Stromversorger den Preis erhöhen, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Tipps zum Tarifwechsel bei Strom und Gas Die Energiekosten steigen Jahr um Jahr? Das muss nicht sein. Mit einem Tarifwechsel können Verbraucher viel Geld sparen. Worauf es bei der Suche nach einem neuen Tarif ankommt.
Erhöht der Stromanbieter den Preis, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Stromanbieter müssen Sonderkündigung akzeptieren Energieanbieter heben oft zum Jahreswechsel ihre Preise an. Nicht immer wird das Kunden auch transparent mitgeteilt. Verbraucher sollten ihre Rechte kennen.
Eine Kilowattstunde mehr auf dem Zähler - doch weil die Mehrwertsteuer befristet auf 16 Prozent reduziert wird, kostet das den Stromkunden im zweiten Halbjahr 2020 etwas weniger als noch von Januar bis Juni. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn So wirkt sich die Steuersenkung auf Ihre Stromrechnung aus Für ein halbes Jahr sinkt die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte. Das hat auch für Stromrechnungen positive Auswirkungen. Mit einer sehr großen Ersparnis sollten Kunden aber lieber nicht rechnen.