Volltilgerdarlehen: Vergleich spart Tausende Euro

12.10.2021
Klare Ansagen über die Zinsen bis der gesamte Immobilienkredit zurückgezahlt ist: das bieten Volltilgerdarlehen. Solche Angebote sollten Sie aber genau vergleichen.
Wer eine lange Zinsbindung bei seinem Immobilienkredit wählt und die Angebote genau vergleicht, kann sehr viel Geld sparen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer eine lange Zinsbindung bei seinem Immobilienkredit wählt und die Angebote genau vergleicht, kann sehr viel Geld sparen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bei einem klassischen Darlehen ist der Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung in der Regel ungewiss. Wer jedoch Sicherheit bei der Planung seiner Baufinanzierung haben will, kann alternativ über ein Volltilgerdarlehen nachdenken.

Dabei steht die Höhe der Kreditzinsen fest, bis man den Kredit komplett abgezahlt hat. Man braucht also keine Anschlussfinanzierung. Allerdings sollten Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer Angebote mit einer sehr langen Zinsbindung genau vergleichen, rät die Stiftung Warentest in der aktuellen «Finanztest» (11/2021).

Die Banken verlangen für diese Planungssicherheit meist einen Aufschlag - zwischen 0,4 uns 0,7 Prozent, so die Tester. Trotzdem sind die Zinsen für ein Volltilgerdarlehen immer noch niedrig - bei günstigen Anbietern zahlen Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer für 20 Jahre Zinsbindung weniger als 1 Prozent.

Dank günstiger Anbieter fast 120.000 Euro sparen

Die Unterschiede zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot wirken sich bei einer langen Zinsbindung besonders stark aus, zeigt die aktuelle Untersuchung der Tester.

Die Tester haben die Kreditkonditionen von 58 Banken, Versicherungen und Kreditvermittlern abgefragt. Ihr Ergebnis: Bei einer Zinsbindung von 30 Jahren und einer Kreditsumme von 300.000 Euro lag der Unterschied bei fast 120.000 Euro. Bei einer Zinsbindung von 25 Jahren betrug er für die gleiche Kreditsumme knapp 64.000 Euro. Bei einer Zinsbindung von 20 Jahren waren es immerhin noch knapp 30.000 Euro.

© dpa-infocom, dpa:211011-99-560612/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das seit Jahren gut laufende Geschäft mit Baukrediten bekam im vergangenen Jahr mit der Corona-Pandemie einen Schub. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Baufinanzierungen boomen trotz höheren Zinsen für Kredite Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen: In Corona-Zeiten legen viele Menschen erst Recht Wert auf ein schönes Zuhause. Die Pandemie befeuert das Geschäft mit Baufinanzierungen - doch die Konditionen verschlechtern sich
Wer einen Immobilienkredit möchte, wird von den Banken oft nicht ausreichend beraten. Das ergab eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Foto: Andrea Warnecke «Finanztest»: Beratung zu Immobilienkrediten oft nicht gut Wer eine Immobilie mit einem Darlehen finanzieren will, sollte sich auf den Termin bei der Bank oder dem Kreditvermittler gut vorbereiten. Denn deren Beratung zur Baufinanzierung ist laut Stiftung Warentest leider nicht immer gut.
Eine Immobilie zu finanzieren, war selten günstiger. Wird sich an dieser Situation irgendwann mal wieder was ändern?. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Immobilienkredite: Bleibt das Zinsniveau so günstig? Die eigenen vier Wände zu finanzieren ist momentan günstig. Stellt sich die Frage: Kann man jeden Kredit bedenkenlos abschließen? Oder muss man die Konditionen streng vergleichen?
Wer ein Haus kauft, den Kredit aber erst in drei Jahren benötigt, kann sich jetzt ein günstig verzinstes Forward-Darlehen sichern. Foto: Kai Remmers Niedrige Zinsen nutzen: Immobilie schneller abbezahlen Günstige Zinsen machen es möglich: Immobilienbesitzer können ihre Finanzierung schneller beenden als ursprünglich geplant. Denn was sie an Zinsen sparen, können sie in die Tilgung stecken.