Sturz beim Firmenlauf ist kein Arbeitsunfall

02.03.2020
Bei einem Firmenlauf treten Angestellte für ihren Arbeitgeber an und messen sich mit anderen Firmen. Eine Verletzung wird dennoch nicht als Arbeitsunfall gewertet. Das entschied nun das Dortmunder Sozialgericht.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa/Symbolbild
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa/Symbolbild

Dortmund (dpa/lnw) - Ein Sturz beim Firmenlauf ist nach einem aktuellen Urteil des Dortmunder Sozialgerichts kein Arbeitsunfall.

Eine Klägerin, die bei einem solchen Rennen gestürzt war und sich das Handgelenk gebrochen hatte, sei damit nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, teilte das Gericht über die Entscheidung vom 4. Februar mit.

Der Lauf stehe nicht in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterin des Jobcenters, begründeten die Richter. Auch sei ein solches Rennen nicht als Betriebssport zu werten, da dieser Ausgleichs- anstatt Wettbewerbscharakter besitzen und regelmäßig stattfinden müsse. Auch wenn das Jobcenter den Firmenlauf beworben und gemeinsame Trikots gestellt habe, sei er nicht vom Arbeitgeber organisiert, sondern von einem privaten Veranstalter für eine Vielzahl von Firmen und deren Beschäftigten gedacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mitteilung des Gerichts


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Polizeioberkommissar Jürgen Prichta darf sich nicht den Schriftzug «Aloha» auf den Unterarm tätowieren lassen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof stärkt ein Verbot des Dienstherrn. Foto: Britta Schultejans Bayerischer Polizist darf sich nicht tätowieren lassen Jeder fünfte Deutsche ist heute tätowiert. Das hat auch Auswirkungen auf die Dienstvorschriften der Polizei. In einigen Bundesländern wurden sie bereits gelockert - nun hat auch das gestrenge Bayern ein höchstrichterliches Urteil zum Körperschmuck im Polizeidienst.
Ein Umzug ist kein Grund für sofortige Kündigung des Fitnessstudios, so lautet das Urteil des BGH. Foto: Britta Pedersen Fitnessstudio-Vertrag sofort kündigen: Diese Gründe zählen Fitnessstudio-Verträge haben oft eine lange Laufzeit. Doch was, wenn man nach ein paar Wochen oder Monaten gar nicht mehr trainieren kann? Vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, kann schwierig werden, wie ein BGH-Urteil zeigt. Welche Gründe zählen dabei?
Verletzt sich eine Studentin bei einem Turnier der Universität, ist das ein Arbeitsunfall. Foto: Lukas Schulze/dpa Gesetzliche Unfallversicherung gilt auch beim Uni-Turnier Verletzen sich Studenten bei Veranstaltungen der Universität ist das ein Arbeitsunfall. Das hilft auch das Veto der Unfallkasse nichts.
Chronische Eile: Zusteller parken gerne im Halteverbot - der Paketdienst bezahlt in diesem Fall häufig die Knöllchen. Foto: Oliver Berg Vom Arbeitgeber bezahlte «Knöllchen» nicht steuerpflichtig Zusteller privater Paketdienste sind chronisch in Eile - oft nehmen sie daher auch Gebühren für falsches Parken in Kauf. Übernimmt der Paketdienst in diesem Fall die Verwarngelder, gelten bestimmte Regeln.