Studie: Umweltbewusstsein beeinflusst Einkaufsverhalten

08.10.2020
Einer Studie zufolge machen sich Verbraucher zunehmend Gedanken, wie sich ihre Einkäufe auf die Umwelt auswirken können. Aber was hat am meisten Einfluss auf die Kaufentscheidung?
Muss es immer so viel Plastik sein? Für immer mehr Menschen spielt der Umweltschutz beim Einkauf eine Rolle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Muss es immer so viel Plastik sein? Für immer mehr Menschen spielt der Umweltschutz beim Einkauf eine Rolle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Nürnberg (dpa) - Die Sorge um die Umwelt verändert nach einer aktuellen Studie das Einkaufsverhalten der Menschen. Für die Studie befragte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK im Juni fast 61.000 Haushalte in zehn europäischen Ländern.

42 Prozent gaben demnach an, dass Umweltthemen eine wichtige Rolle spielten. Mehr als ein Drittel der Haushalte verzichtet auf Produkte oder Dienstleistungen, die ihrer Ansicht nach der Umwelt oder der Gesellschaft schaden könnten.

Im Vergleich zu einer ähnlichen Studie im vergangenen Jahr habe das Umweltbewusstsein bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugenommen, sagte GfK-Experte Jan-Fredrik Stahlbock am Donnerstag. Drei von zehn Haushalten achteten darauf, dass die von ihnen gekauften Artikel nicht in Plastik verpackt seien. Am stärksten ausgeprägt sei dies in Deutschland. «Aber auch in Frankreich und Spanien werden die Menschen umweltbewusster», sagte Stahlbock.

Den größten Einfluss auf das, was im Einkaufskorb landet, haben nach der GfK-Studie die Kinder. In den zehn untersuchten Ländern sagten 45 Prozent der Befragten, dass ihre Kinder für das umweltfreundliche Konsumverhalten ausschlaggebend seien, gefolgt von Freunden (42 Prozent),dem Ehepartner (37 Prozent) und den Eltern (19 Prozent). Die größte Verantwortung, Umweltschäden zu begrenzen, sehen die Befragten bei den Herstellern (40 Prozent) und den Regierungen (35 Prozent). Sich selbst sehen 20 Prozent in der Pflicht.

© dpa-infocom, dpa:201008-99-875121/4

Pressemitteilung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Marktbericht des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt, immer mehr Menschen interessieren sich für Nachhaltigkeit rund um das Thema Geldanlage. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn Private Investments stark gestiegen Demos gegen den Klimawandel, Debatten über Kohleausstieg oder CO2-Steuer - Umweltthemen spielen eine immer größere Rolle. Offenbar gilt das auch bei der Geldanlage. Nachhaltige Geldanlagen boomen.
Gute Ökobilanz: Getränkekartons mit Milch oder Fruchtsäften verursachen oft deutlich kürzere Transportwege als Mehrwegflaschen. Foto: Roland Weihrauch Wie verträglich sind Getränkekartons für die Umwelt? Es muss nicht immer die Mehrwegflasche aus Glas sein. Getränkekartons sind manchmal sogar besser für die Umwelt. Das zeigt eine aktuelle Ökobilanz. Doch hängt viel vom Inhalt ab.
Bund und Länder haben sich auf eine Lockerung der Corona-Maßnahmen verständigt: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab dem 20. April wieder öffnen. Foto: Andreas Arnold/dpa Verbraucher freuen sich auf Einkaufen in der Innenstadt Seit rund vier Wochen steht das wirtschaftliche Leben in Deutschland teilweise still. Jetzt gibt es erste kleine Lockerungen. Aber wie sehr haben Verbraucher den stationären Handel überhaupt vermisst?
Die deutschen haben wenig Vertrauen in mobile Bezahldienste. Die Bundesbürger begleichen kleinere Beträge am liebsten mit Bargeld. Foto: Jens Kalaene Neue Techniken könnten mobiles Bezahlen bald ablösen Per Smartphone-App bezahlen bisher nur wenige Bundesbürger. Berater glauben nun, dass sich die Technik erst gar nicht flächendeckend durchsetzt. Denn es nahen schon neue Verfahren.