Renten steigen um mehr als drei Prozent

20.03.2019
Gute Nachrichten für Deutschlands Rentner. Sie erhalten bald deutlich mehr Geld auf ihrem Konto. Doch es mehren sich mahnende Worte.
Zum 1. Juli steigt die Rente. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Zum 1. Juli steigt die Rente. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Berlin (dpa) - Die Bezüge der rund 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli spürbar. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,18 Prozent, im Osten sogar um 3,91 Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium in Berlin mit.

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, erhöht sich dadurch um 31,80 Euro, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 39,10 Euro. Die automatische Rentenanpassung kostet rund 3,8 Milliarden Euro in der zweiten Jahreshälfte 2019.

Die Rentenerhöhung fällt exakt so aus, wie in einer Prognose vom Herbst vorhergesagt. Nun steht sie fest, weil Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund unter anderem zur Lohnentwicklung vorliegen.

Zugleich nähern sich die Ostrenten weiter an die Westbezüge an. Der Rentenwert im Osten steigt auf 96,5 Prozent des Westwerts. Bis zum Jahr 2024 steigt er aufgrund einer Gesetzesvorgabe aus dem Jahr 2017 schrittweise auf 100 Prozent. Der Rentenwert gibt konkret in Euro an, wie viel ein Entgeltpunkt in der Rentenversicherung wert ist; ein Entgeltpunkt wird anhand einer komplizierten Formel berechnet und ist maßgeblich für die Höhe der Rente.

Das Rentenniveau steigt leicht auf 48,16 Prozent an. Es gibt als Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn Auskunft über die Absicherungskraft der Rente.

Neben der Lohnentwicklung wirkt auch der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor positiv auf die Rente und ist für einen Anteil von plus 0,64 Prozentpunkten für die Erhöhung mitursächlich. Das zeigt, dass in der guten Konjunktur die Zahl der Beitragszahler stärker gestiegen ist als die der Rentner. In den kommenden Jahren wird das Verhältnis mit dem Erreichen der Altersgrenze bei der Babyboomergeneration für die Rentenkasse ungünstiger werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wird der Preis erhöht, können Verbraucher dem Stromversorger kündigen. Vor einem Wechsel sollten sie die Angebote jedoch mit mehreren Tarifrechnern prüfen. Foto: Jens Büttner Nach Erhöhung des Strompreises den Anbieter wechseln Auch wenn viele Stromanbieter ihre Preise anziehen, müssen Kunden dies nicht einfach hinnehmen. Wer einen günstigeren Versorger findet, hat das Recht, zu wechseln. Verbraucherschützer erklären, was zu tun ist.
Rentner können sich freuen: Ihre Bezüge steigen. Foto: Silas Stein/Symbolbild Was die Rentenerhöhung bringt, und wie es weitergeht Spürbar mehr im Geldbeutel bekommen Deutschlands Rentner durch die jetzt anstehende Erhöhung der Bezüge. Doch nicht alle können das Geld komplett behalten. Und die Perspektiven werden ungemütlicher.
In Deutschland steigt die Rente: Wer bis März 2004 in den Ruhestand ging, erhält die neue Rente bereits Ende Juni. Alle anderen Rentner können erst Ende Juli mit der Erhöhung rechnen. Foto: Ralf Hirschberger Rentenerhöhung kommt nicht bei allen gleichzeitig an Die Renten steigen. Aber nicht alle bekommen das Plus sofort. Denn wann die Erhöhung ankommt, hängt vom Rentenbeginn ab. Die ersten Rentenanpassungsmitteilungen sind jedenfalls unterwegs.
Laut Verivox haben seit Jahresbeginn zwei Drittel der Stromversorger die Preise um durchschnittlich 5 Prozent erhöht. Foto: Marcus Brandt Strom ist so teuer wie nie Die Strompreise kennen derzeit nur eine Richtung: aufwärts. Kaum ein Versorger, der nicht an der Preisschraube gedreht hat. Von der Strombörse kommen aber gegenläufige Signale.