Nicht alle Schufa-Daten zur Weitergabe geeignet

07.04.2016
Verlangen Vermieter oder andere Vertragspartner eine Schufa-Auskunft, kann man dafür eine kostenlose Selbstauskunft nutzen. Doch einige der dort erfassten Daten sollten besser nicht in fremde Hände geraten.
Über die Selbstauskunft der Schufa gelangt man an die eigenen Daten. Bei der Weitergabe ist jedoch Vorsicht geboten. Foto: Jens Kalaene
Über die Selbstauskunft der Schufa gelangt man an die eigenen Daten. Bei der Weitergabe ist jedoch Vorsicht geboten. Foto: Jens Kalaene

München (dpa/tmn) - Einmal im Jahr dürfen Verbraucher eine kostenlose Übersicht ihrer Daten bei Auskunfteien wie der Schufa anfordern. Jedoch sollten sie vorsichtig mit ihnen umgehen.

«In der Selbstauskunft sind in der Regel alle Daten gespeichert, die die Schufa über einen besitzt», erklärt Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern. Deshalb eignet sich dieses Dokument auch nicht zur Weitergabe zum Beispiel an den Vermieter. Denn die in der Selbstauskunft enthaltenen Daten seien sensibel.

Eine Alternative sei es, die Daten, die man nicht preisgeben will, auf der Auskunft zu schwärzen. Die kostenlose Selbstauskunft bieten auch andere Firmen wie Bürgel oder Bonviserum, die zur Creditrefom Gruppe gehören.

Die Schufa bietet auch eine Bonitätsauskunft an, die zur Weitergabe gedacht ist und weniger persönliche Daten als die Selbstauskunft enthält. Diese kostet allerdings knapp 25 Euro.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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