LKA und Verbraucherzentrale warnen vor Anlagebetrug

02.03.2021
Was für ein Traum! Mit kleinen Beiträgen schnell reich werden. Das Problem: Hinter diesem Versprechen steckt nichts weiter als Betrug. Doch der ist meist gut organisiert.
Aus wenig Geld viel machen? Vorsicht vor Betrügern bei der Geldanlage. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmn
Aus wenig Geld viel machen? Vorsicht vor Betrügern bei der Geldanlage. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Aus 250 Euro ein Vermögen machen? Wer will das nicht?! Das Problem: Hinter vielen verlockenden Angeboten stecken Betrüger, erklären das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. In der Regel wird in rein gar nichts investiert.

Die Masche der Betrüger ist oft ähnlich. Sie platzieren prominent im Internet Werbung für vermeintlich gewinnbringende Finanzprodukte. Die Täter suggerieren dabei hohe Renditen. Die am Anfang eingesetzten Anlagebeträge sind dabei gering.

Wer sich registriert, bekommt einen Anruf von einem vermeintlichen Trader oder Broker. Nach der Überweisung des Anlagebetrags erhalten die Betrugsopfer dann Zugang zu einer angeblichen Anlagesoftware.

Software simuliert Gewinne

Was die Opfer nicht wissen: Dabei handelt es sich lediglich um ein Simulationsprogramm zu den angeblichen Investitions- beziehungsweise Kursentwicklungen. Eine Geldanlage findet nicht statt. Anlegern wird aber suggeriert, dass ihre Investition stetig an Wert gewinnt.

Die angeblichen Berater bauen zudem über einen engen Kontakt Vertrauen auf und motivieren zu immer neuen Investitionen. Spätestens, wenn betrogene Anleger sich einen Teil ihrer angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollen, wird klar, dass das überwiesene Geld meist verloren ist.

Deshalb gilt: Je höher die Rendite, desto höher ist in der Regel auch das Risiko. Anzeigen, in denen hohe Gewinne oder Renditen versprochen werden, sollten am besten ignoriert werden. Tauchen Begriffe wie «kleiner Anlagebetrag», «große Rendite» oder «hohe Gewinne» auf, handelt es sich oft um einen Betrugsversuch.

Impressum und Geschäftsmodell prüfen

Der erste Schritt sollte immer die Prüfung des Impressums sein. Fehlt ein Impressum, gilt es auf jeden Fall, Abstand zu nehmen. Allerdings gilt auch: Ist ein Impressum vorhanden, heißt das nicht automatisch, dass dem Internetseitenbetreiber vertraut werden kann. Auch hier werden oftmals Falschangaben gemacht.

Deshalb sollte das Geschäftsmodell auf Transparenz überprüft werden. Erhält man erst nach der Kontaktaufnahme oder nach einer Registrierung genauere Informationen, ist Misstrauen angesagt.

Achten Sie auf eine Lizenz: Über die Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kann abgefragt werden, ob es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen handelt.

© dpa-infocom, dpa:210302-99-657204/3

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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