Kontoauszüge nach verdächtigen Posten durchsehen

18.02.2021
Wann haben Sie zum letzten Mal auf ihren Kontoauszug geschaut? Falls das schon eine Weile her ist, sollten Sie das vielleicht mal nachholen. Denn vielleicht wurde ja unerlaubt Geld abgebucht?
Ab und zu den Kontoauszug checken, kann vor unangenehmen Überraschungen schützen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ab und zu den Kontoauszug checken, kann vor unangenehmen Überraschungen schützen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Es kommt immer wieder vor: Auf dem Kontoauszug tauchen unerklärliche Abbuchungen der Kreditkarte auf. Häufig gehen solche Geschäftsvorfälle auf betrügerische Machenschaften zurück, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Nicht selten wurden die Betroffenen Opfer sogenannter Phishing-Mails.

Dabei fordern Betrüger ihre Opfer mit gefälschten E-Mails auf, einen Link in der Nachricht anzuklicken und dann auf einem Formular bestimmte Daten einzutragen. Abgefragt werden die notwendigen Bank- oder Kreditkartendaten, die dann für Betrugszwecke eingesetzt werden.

Wichtig deshalb: Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren. Unberechtigte Abbuchungen lassen sich bis acht Wochen ab Belastung noch zurückrufen. Und: Bei E-Mails nicht achtlos auf Links klicken. Viele Phishings-Mails sehen aus, als wären sie von einer Bank verschickt worden. Empfänger können beim Absender nachfragen, ob die E-Mail wirklich von ihm stammt.

Gut zu wissen: Bislang konnten Betrüger allein mit Kenntnis der Karten- und Prüfnummer sowie des Ablaufdatums einer Kreditkarte im Internet bezahlen. Seit dem 15. Februar gilt aber für Zahlungen mit der Kreditkarte ab 150 Euro die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das heißt, Zahlungen müssen mit zwei voneinander unabhängigen Faktoren freigegeben werden - also zum Beispiel der Kreditkarte und einer zusätzlichen Transaktionsnummer (TAN).

Ab Mitte März gilt das Verfahren für alle Zahlungen mit der Kreditkarte. Banken, Sparkassen und Händler müssen dafür sorgen, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen entsprechend umgesetzt sind. Gelingt es einem Betrüger dennoch mit gestohlenen Kreditkartendaten zu bezahlen, müssen die Kreditinstitute oder die Händler für die Schäden aufkommen.

© dpa-infocom, dpa:210218-99-498564/2

Verbraucherzentrale zu Zwei-Faktor-Verfahren

Verbraucherzentrale zu Phishing-Mails

Polizeiberatung zu Kreditkartenbetrug


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wohin mit dem Geld? Verbraucher sollten bei verlockenden Anlageoptionen im Internet vorsichtig sein. Foto: Andrea Warnecke So erkennen Anleger Lockangebote Im Internet stoßen Anleger immer wieder auf Anbieter von scheinbar lukrativen Investitionsmöglichkeiten, die das schnelle Geld und außerordentlich hohe Gewinne versprechen. Doch oft ist das eine Falle. Verbraucher können sich aber mit einfachen Mitteln schützen.
Finanzberater müssen nach der Beratung ein Protokoll erstellen. So können Kunden besser abwägen, ob die Geldanlage die richtigen Kriterien erfüllt. Foto: Monique Wüstenhagen Banken müssen über Risiken von Finanzprodukten aufklären Die Auswahl an unterschiedlichen Finanzprodukten ist groß und unübersichtlich. Kunden möchten deshalb besonders gut über Risiken aufgeklärt werden. Denn je höher die Rendite, desto höher das Risiko.
Viele Anbieter auf dem grauen Kapitalmarkt versprechen hohe Gewinne. Die Risiken sind aber oft mindestens ebenso hoch. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Wie Anleger betrügerische Anlagen erkennen 15 Prozent Zinsen in nur 180 Tagen? Angebote wie dieses erscheinen schon auf den ersten Blick unseriös. Trotzdem fallen immer wieder Anleger auf Betrüger rein. Doch wie kann man das vermeiden?
Die Verbraucherzentrale rät Betrugsopfern, die Geld über Western Union überwiesen haben, Schadensersatz einzufordern. Die Frist dafür endet am 31. Mai. Foto: Jens Kalaene/dpa Betrugsopfer können Geld von Western Union zurückfordern In den USA haben sich die Behörden nach einer Reihe von Betrügereien, deren Bezahlung über Western Union erfolgte, mit dem Anbieter auf mögliche Schadensersatzzahlungen geeinigt. Auch deutsche Opfer haben einen Anspruch auf Entschädigung.