Kein Widerrufsrecht bei Blumenkauf im Internet

09.02.2021
Zum Valentinstag werden Blumen verschenkt. Wegen der Corona-Pandemie können diese aber derzeit oft nicht im Laden gekauft werden. Wer den Strauß stattdessen online bestellt, muss auf die Bedingungen achten.
Blumensträuße kann man auch in Online-Shops bestellen. Das gesetzliche Widerrufsrecht gilt hier aber nicht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Blumensträuße kann man auch in Online-Shops bestellen. Das gesetzliche Widerrufsrecht gilt hier aber nicht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Potsdam (dpa/tmn) - Bald ist Valentinstag. Das Problem: Blumenläden haben oft geschlossen und nicht alle bieten einen Collect-Service an. Wer deshalb jetzt im Internet Blumen bestellt, sollte bedenken: Das gesetzliche Widerrufsrecht für Fernabsatzgeschäfte gilt in diesem Fall nicht, erklärt die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Ebenso wie bei anderen verderblichen Waren können Verbraucher auch beim Kauf von Schnittblumen nicht innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten. Bei nachträglichen Änderungswünschen oder Stornierungen ist man im Zweifel auf die Kulanz des Anbieters angewiesen.

Beim Kauf ist es wichtig, auf die Bedingungen achten. So spielt etwa der Versand eine Rolle: Liefert der Anbieter zu einem Wunschtermin? Was kostet dieser Service? Kommen die Blumen trotz fester Zusage verspätet, kann der Kaufpreis zurückverlangt werden. Wichtig zu beachten: Der Valentinstag fällt dieses Jahr auf einen Sonntag – nicht immer liefern Anbieter an diesem Tag auch aus.

Einen grundsätzlichen Anspruch darauf, dass der Blumenstrauß so aussieht, wie auf den Bildern, gibt es nicht. Oft werden auf den Homepages nur Beispielfotos für die zu liefernden Blumensträuße gezeigt. Händler behalten sich zudem oft bei gemischten Sträußen auch vertraglich Änderungen vor, je nach Verfügbarkeit der einzelnen Blumenarten. Eine Handhabe haben Verbraucherinnen und Verbraucher nur, wenn sie genaue Vorgaben gemacht haben oder die Blumen und die Anzahl genau bestimmt waren.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-365682/2

Infos und Tipps der Verbraucherzentrale


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Die Blumen zum Valentinstag werden dieses Jahr viel öfter als sonst aus dem Supermarkt oder einem Online-Shop stammen. Denn in den meisten Bundesländern werden die Blumenläden wegen des Lockdowns wohl noch geschlossen sein. Foto: Arne Dedert/dpa Verbraucher sind am Valentinstag in Verwöhnlaune Obwohl Einzelhandel und Gastronomie geschlossen bleiben, wollen viele Menschen ihren Liebsten zum Valentinstag trotzdem eine Freude machen. Eine Geschenkidee steht dabei an erster Stelle.
Banken sollen Kreditkunden, die wegen der Corona-Krise in Geldnot geraten sind, einen Zahlungsaufschub einräumen. Doch gibt es inzwischen Beschwerden über fortlaufende Zinsforderungen. Foto: Mascha Brichta/dpa Bankkunden berichten von Problemen bei Kreditstundungen Für manche Bankkunden wird es in der Corona-Krise eng bei der Zahlung von Zins und Tilgung für ihren Verbraucherkredit. Geldhäuser können seit Anfang April Aufschub gewähren. Doch das läuft nicht immer rund, wie Verbraucherschützer berichten.
Handytarife, bei denen bestimmte Dienste etwa für Musik-Streaming von einer Tempo-Drosselung ausgenommen werden, verstoßen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen EU-Recht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa Bestimmte Handytarife verstoßen gegen EU-Recht Das Datenvolumen von Handyverträgen ist oft begrenzt. Ist es aufgebraucht, wird die Surf-Geschwindigkeit gedrosselt. Bei manchen Angeboten werden aber nicht alle Apps gleich behandelt.
Bei der Vergabe von Immobilienkrediten müssen Banken ihre Kunden über eine Vorfälligkeitsentschädigung belehren. Genügen die Angaben nicht den gesetzlichen Anforderungen, besteht keine Zahlungsverpflichtung. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Urteil stärkt Bankkunden bei Kündigung von Immobilienkredit Wer vorzeitig aus einer Hausfinanzierung aussteigt, wird von seiner Bank zur Kasse gebeten. Die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällt aber oft zu hoch aus. Anwälte und Verbraucherschützer sehen sich in dieser Einschätzung durch ein aktuelles Urteil bestärkt.