Inflation frisst Sparvermögen - auf Realzins achten

20.11.2018
Je nach Risikobereitschaft und Laufzeit werfen Finanzanlagen unterschiedliche Renditen ab. Damit sich ihr Vermögen nicht verkleinert, sollten Sparer vor allem den inflationsbereinigten Realzins im Blick behalten.
Der Zinssatz allein sagt wenig über die Rendite einer Geldanlage aus. Denn die Inflationsrate kann für Einbußen sorgen. Foto: Daniel Karmann
Der Zinssatz allein sagt wenig über die Rendite einer Geldanlage aus. Denn die Inflationsrate kann für Einbußen sorgen. Foto: Daniel Karmann

Berlin (dpa/tmn) - Viele Verbraucher legen ihr Geld in festverzinste Anlagen an - wie Tagesgeld, Festgeld, klassische Sparverträge oder auch Bundesanleihen. Das Problem: Sie sind zwar sicher, aber zum Teil sind die Zinsen dafür derzeit sehr niedrig.

Um erfolgreich zu sparen, sollte man auf den Realzins achten. Darauf macht der Bankenverband aufmerksam. Das gilt insbesondere, wenn die Inflationsrate höher ist als die Rendite der Geldanlage.

Ein Beispiel: Im Jahr 2002 bekamen Sparer eine Rendite von 4,8 Prozent auf zehnjährige Bundesanleihen, bei einer Inflationsrate von 1,4 Prozent - der Realzins lag also bei 3,4 Prozent. Im Oktober 2018 sah die Situation ganz anders aus: da lag die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bei 0,4 Prozent, die Inflationsrate in Deutschland hingegen bei 2,5 Prozent - der Realzins ist heute minus 2,1 Prozent.

Bankenverband: Realzinsentwicklung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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