Immer weniger nachhaltige Sparprodukte

03.09.2020
Niedrige Zinsen machen es Sparern schwer. Das gilt nicht nur für Kunden herkömmlicher Geldinstitute. Auch bei nachhaltigen Anbietern wird das Angebot dünner.
Ethische und ökologische Kriterien stehen bei nachhaltigen Banken im Fokus. Aufgrund der Niedrigzinsphase fiel das Angebot an Sparprodukten zuletzt aber dünner aus. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Ethische und ökologische Kriterien stehen bei nachhaltigen Banken im Fokus. Aufgrund der Niedrigzinsphase fiel das Angebot an Sparprodukten zuletzt aber dünner aus. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Bremen (dpa/tmn) - Die Niedrigzinsphase hat auch Auswirkungen auf das Angebot nachhaltiger Geldanlagen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bremen bieten Nachhaltigkeitsbanken inzwischen weniger Sparprodukte an. Auch die Kosten bei den Instituten sind gestiegen.

Insgesamt 14 Banken mit einem nachhaltigen oder ethischen Schwerpunkt nahmen die Verbraucherschützer unter die Lupe. Das Ergebnis: Einige bieten neben einem Tagesgeldkonto nur noch ein oder zwei weitere längerfristige Sparformen an. Monatliche Sparpläne können nur noch bei vier dieser Banken abgeschlossen werden. Die verglichenen Zinssätze liegen meist nur knapp über null Prozent.

Für größere Vermögen verlangen die Anbieter oft Gebühren. So müssen Kunden der Ethikbank den Angaben zufolge schon seit dem vergangenen Jahr für Anlagesummen ab 100 000 Euro auf dem Tagesgeldkonto Negativzinsen zahlen. Das gilt laut Verbraucherzentrale nun aber auch für Kunden der GLS Gemeinschaftsbank, der Steyler Bank, der Triodos Bank und der Umweltbank.

Nachhaltige Banken wenden ethisch-ökologische oder soziale Kriterien bei ihren Bankgeschäften an. Kundengelder fließen zum Beispiel nicht in bedenkliche Branchen wie die Rüstungs- oder Atomindustrie. Außerdem werden Firmen ausgeschlossen, die Kinderarbeit zulassen oder die Menschenrechte missachten.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-419486/2

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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