Grüne Geldanlagen oft riskant

17.08.2018
Hohe Renditen und gleichzeitig die Umwelt retten? Grüne Investitionsprojekte klingen verführerisch, bringen aber oft Verluste. Es gibt bessere Möglichkeiten, sein Geld nachhaltig anzulegen.
Geldanlagen in Umweltprojekte bringen Rendite - das zumindest versprechen manche Anbieter. Foto: Jens Büttner
Geldanlagen in Umweltprojekte bringen Rendite - das zumindest versprechen manche Anbieter. Foto: Jens Büttner

Hamburg (dpa/tmn) - Grüne Geldanlagen sind zwar gut für das Gewissen. Oft sind sie aber auch riskant. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg haben zwischen 2012 und Anfang 2018 über 50 Anbieter von Umweltinvestments Insolvenz angemeldet.

Die insolventen Firmen kommen unter anderem aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Wald- und Holzwirtschaft sowie Ressourcenschutz.

Das Problem: Das Risiko spielt bei der Vermarktung dieser Art von Investments meist eine untergeordnete Rolle, erklären die Verbraucherschützer. Die Anbieter versprächen häufig satte Renditen und etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Allerdings handelt es sich bei den Investments oft um Geldanlagen des sogenannten Grauen Kapitalmarkts wie geschlossene Fonds, Direktinvestments oder Nachrangdarlehen. Anlegern droht hier im schlimmsten Fall der Totalverlust ihres Geldes.

Wer sein Geld nachhaltig anlegen möchte, sollte solche hochriskanten Anlageformen besser meiden, rät die Verbraucherzentrale. Stattdessen kann sich ein ethisch-ökologischer Fonds lohnen. Allein in Deutschland sind davon bereits mehr als 400 am Markt erhältlich.

Liste mit insolventen Unternehmen (.pdf)

Portal der Verbraucherzentralen zu grünen Geldanlagen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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