Gegen telefonisch untergeschobenes Abo sofort wehren

26.11.2020
Telefonwerbung ist lästig. Und ist der Werbende unseriös, kann es sogar sein, dass man etwas untergeschoben bekommt, was man gar nicht wollte. Wie kommt man aus dem Vertrag wieder heraus?
Bloß nichts aufschwatzen lassen: Telefonwerbung endet schnell in einer Abofalle. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Bloß nichts aufschwatzen lassen: Telefonwerbung endet schnell in einer Abofalle. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Achtung bei Telefonwerbung: Wer hier nicht höllisch aufpasst, landet schnell in einer Abofalle. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt aus aktuellem Anlass vor telefonisch untergeschobenen Abonnements für Nahrungsergänzungsmittel.

Konkret wurde etwa einem Mann ein «Ja» auf eine scheinbar harmlose Frage am Telefon zum Verhängnis. Er bekam eine Warensendung sowie eine Rechnung. Begründung: Er habe einem Abo zugestimmt. Andere Verbraucher wurden mit einer Probepackung geködert, die sich als teures Abo entpuppte.

Wer am Telefon überrumpelt wurde und gar keinen Vertrag abschließen wollte, sollte den Vertrag umgehend widerrufen und die Forderung zurückweisen, rät die Verbraucherzentrale. Sie stellt dafür online einen Musterbrief zur Verfügung.

Wer sich vor solchen Anrufen schützen will, geht am besten sparsam mit seinen Daten um. Die Telefonnummer sollte man generell nur dann weitergeben, wenn es für eine Vertragsabwicklung zwingend nötig ist.

© dpa-infocom, dpa:201126-99-473981/3

Musterbrief Verbraucherzentrale


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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