Fehlende Stunde muss nicht nachgearbeitet werden

29.03.2019
Die Zeitumstellung steht mal wieder vor der Tür - die Uhren werden in der Nacht auf Sonntag eine Stunde vorgestellt. Aber was ist, wenn Arbeitnehmer genau in dieser Nacht eine Nachtschicht ableisten?
Und wieder wird uns eine Stunde «geklaut». In der Nacht auf den kommenden Sonntag beginnt die Sommerzeit. Foto: Federico Gambarini/dpa
Und wieder wird uns eine Stunde «geklaut». In der Nacht auf den kommenden Sonntag beginnt die Sommerzeit. Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn im Zuge der Zeitumstellung die Uhren im Frühjahr um eine Stunde vorgestellt werden, kann das Folgen für Beschäftigte haben - und zwar dann, wenn sie Nachtschicht haben. Für sie verkürzt sich in dieser Nacht die Arbeitszeit um eine Stunde.

Entsprechend bekommen Angestellte für die entfallene Stunde keinen Lohn, erklärt der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Und auch die Nachtschichtzuschläge entfallen. Schließlich wurde in der Stunde keine Arbeitsleistung erbracht.

Die fehlende Arbeitszeit muss den Angaben zufolge aber nicht nachgeholt werden. Die Pflicht zur Arbeitsleistung entfalle an dieser Stelle ersatzlos.

Beitrag beim DGB Rechtsschutz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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