Erste Grundrente-Bescheide werden ab Juli versandt

22.04.2021
In Kraft ist die Grundrente schon seit ein paar Monaten. Noch haben Rentnerinnen und Rentner sie allerdings nicht bekommen. Das wird sich für die ersten aber in absehbarer Zeit ändern.
Die Grundrente ist zwar schon seit Anfang des Jahres in Kraft. Die ersten Bescheide werden aber erst ab Juli verschickt. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Die Grundrente ist zwar schon seit Anfang des Jahres in Kraft. Die ersten Bescheide werden aber erst ab Juli verschickt. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Die Grundrente ist am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Rentnerinnen und Rentner, die lange Jahre gearbeitet und dabei unterdurchschnittlich verdient haben, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin. Im Juli werde nun die ersten Bescheide verschickt.

Wer als sogenannter Neurentner ab dem Start der Versandaktion im Juli seinen Rentenbescheid erhält, bekommt darin auch die Information, ob ein Anspruch auf Grundrente besteht. Für alle, die ihren Rentenbescheid früher erhalten haben, wird der Anspruch auf den Grundrentenzuschlag gesondert geprüft. Begonnen wird mit den ältesten Jahrgängen, es folgen dann schrittweise die jüngeren Jahrgänge. Die letzten Fälle werden bis Ende 2022 aufgerufen.

Ergibt die Prüfung, dass ein Anspruch besteht, erhalten die Betroffenen einen neuen Rentenbescheid. In diesem wird auch über die Höhe des Zuschlages informiert. Beträge, auf die ab Januar 2021 ein Anspruch besteht, werden nachgezahlt. Wer keinen Anspruch auf einen Zuschlag hat, erhält auch keinen Bescheid.

Nach Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums können rund 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner mit einem Zuschlag in Höhe von durchschnittlich 75 Euro im Monat rechnen. Ein Antrag muss nicht gestellt werden. Die Prüfung durch die Rentenversicherung erfolgt automatisch, ebenso die Auszahlung.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-309702/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Zwar ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland leicht gesunken, bei den über 70-Jährigen nimmt die Überschuldung jedoch zu. Foto: Angelika Warmuth/dpa Altersüberschuldung steigt dramatisch an Immer mehr Senioren können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, zeigt der «Schuldneratlas 2019». Und Besserung ist nach Einschätzung von Experten nicht in Sicht. Im Gegenteil.
Auch junge Menschen sollten schon an die Rente denken. Foto: Andrea Warnecke Die Rentenlücke selbst ermitteln Ans Alter denken jüngere Menschen oft ungern. Wer jetzt schon wissen möchte, wie viel er später selbst privat vorsorgen muss, hat dazu mehrere Berechnungsmittel zur Auswahl.
Wer zusätzlich zur Rente Einkünfte hat, kann einen Steuerfreibetrag nutzen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn Steuererklärung für Rentner Nicht nur viele Neurentner sind steuerpflichtig. Auch bei Altrentnern kann sich das ändern. Doch wer eine Steuererklärung abgeben muss, muss nicht zwangsläufig auch Steuern zahlen.
Einige Rentner werden vom Finanzamt dazu aufgefordert, eine Steuererklärung abzugeben - sie sollten der Forderung nachkommen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Rentner sollten Post vom Finanzamt ernst nehmen Manche Rentenbezieher erhalten unerwartet Post vom Finanzamt. Die Steuerbehörde fordert darin zur Abgabe einer Steuererklärung auf. Das Schreiben sollte nicht werdenignoriert werden.