Erfrischungsgeld für Wahlhelfer ist steuerfrei

14.08.2019
Wahlhelfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf von Wahlen. Für den Tag ihrer Mithilfe erhalten sie zur Verpflegung ein sogenanntes Erfrischungsgeld. Dieses muss nicht versteuert werden.
Wahlhelfer erhalten für ihre Mithilfe ein Erfrischungsgeld in Höhe von 25-30 Euro. Foto: Peter Endig
Wahlhelfer erhalten für ihre Mithilfe ein Erfrischungsgeld in Höhe von 25-30 Euro. Foto: Peter Endig

Neustadt a.d. Weinstraße (dpa/tmn) - Bald stehen im Osten Deutschlands Wahlen an. Ehrenamtliche Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf: Sie prüfen am Wahltag die Wahlscheine, geben die Stimmzettel aus und zählen am Abend die Stimmen.

Dafür bekommen sie ein Erfrischungsgeld. Dieses muss nicht versteuert werden, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe informiert.

Wahlberechtigte können für das Ehrenamt verpflichtet werden, wenn es nicht genügend Freiwillige gibt. Ablehnen können sie nur aus dringenden beruflichen Gründen oder wegen Krankheit.

Wer hilft, bekommt als Anerkennung und zur Verpflegung im Laufe des Tages das Erfrischungsgeld ausgezahlt. Die Höhe ist dabei je nach Ort unterschiedlich. Bei bundesweiten Wahlen steht Wahlhelfern laut Bundeswahlordnung 25 Euro zu, Wahlvorsteher bekommen 35 Euro. Bei Landes- und Kommunalwahlen legen die Länder den Betrag fest. In Brandenburg und Sachsen, wo am 1. September gewählt wird, sieht das Landesrecht je nach Aufgabe 25 bis 35 Euro vor, in Thüringen bekommen Helfer der Landtagswahl am 27. Oktober 16 Euro. Manche Gemeinden zahlen allerdings freiwillig mehr.

Brandenburgische Landeswahlverordnung

Sächsische Landeswahlordnung

Thüringer Landeswahlordnung

Bundeswahlleiter: Erfrischungsgeld


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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