Bundesrat stimmt neuer Heizkostenverordnung zu

05.11.2021
Zählerstände sollen bald nur noch aus der Ferne abgelesen werden. Einer entsprechenden neuen Heizkostenverordnung hat der Bundesrat zugestimmt. Die Bedingung: Auswirkungen auf die Mieter, etwa finanzieller Art, sollen zeitnah evaluiert werden.
Eine Änderung der Heizkostenverordnung, wonach Zählerstände bald nur noch aus der Ferne abgelesen werden sollen, tritt wohl demnächst bald in Kraft. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Änderung der Heizkostenverordnung, wonach Zählerstände bald nur noch aus der Ferne abgelesen werden sollen, tritt wohl demnächst bald in Kraft. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa) - Der Bundesrat hat am Freitag einer neuen Heizkostenverordnung mit Änderungen für Mieter zugestimmt. Künftig sollen neu installierte Zähler aus der Ferne ablesbar sein und bestehende bis Ende 2026 nachgerüstet oder ersetzt werden.

Damit soll das Ablesen der Zählerstände vor Ort entfallen. Die Heizkostenabrechnung muss künftig einen Vergleich zum vorherigen Verbrauch und zum Durchschnittsverbrauch enthalten. Durch mehr Informationen sollen die Verbraucher besser erkennen können, ob und wie sie künftig Heiz- und Warmwasserkosten einsparen können.

Bundesrat fordert Evaluierung nach drei Jahren

Der Bundesrat stimmte der Verordnung unter der Bedingung zu, dass die Auswirkungen der Neuregelungen auf die Mieter nach drei Jahren evaluiert werden - vor allem mit Blick auf zusätzliche Betriebskosten durch fernablesbare Ausstattungen.

Mit der Verordnung der Bundesregierung sollen EU-Vorgaben umgesetzt werden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums muss die Verordnung nach der Zustimmung durch den Bundesrat nun noch einmal vom Bundeskabinett bestätigt werden und tritt dann nach der Veröffentlichung in Kraft.

© dpa-infocom, dpa:211105-99-879791/2

Bundesrat TOP 12


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Um die Heizkostenabrechnung zu prüfen, dürfen Mieter in sämtliche Unterlagen einsehen, die Grundlage für die Kostenaufstellung waren. Foto: Jens Büttner Heizkostenabrechnung genau prüfen Eine aktuelle Studie zeigt: Die Heizkostenabrechnung ist in vielen Fällen verkehrt oder intransparent. Verbraucherschützer raten Mietern daher, Originalbelege anzufordern.
Die Ausgaben für Heizung und Warmwasser gingen 2016 zurück. Daher können sich viele Mieter auf eine Zurückzahlung freuen. Foto: Jens Büttner/dpa Mieterbund: Nebenkostenabrechnung ohne böse Überraschungen Während in vielen Städten die Mieten steigen, bleibt die «zweite Miete» stabil oder sinkt sogar: Billigere Energie entlastet Mieter bei den Nebenkosten - besonders wenn im Keller ein Öltank steht.
Mit Betriebskosten kann man Steuern sparen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Betriebskostenabrechnung macht sich steuerlich bezahlt Wer seine Steuererklärung macht, sollte seine Betriebskostenabrechnung nicht vergessen. Denn viele der darin aufgeführten Posten können Mieter beim Finanzamt geltend machen.
Wenn der Vermieter seine Betriebskostenabrechnung noch nicht zugeschickt hat, können Mieter beim Finanzamt die Vorjahreskosten ansetzen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Vorjahres-Betriebskosten steuerlich ansetzen Mieter können das Finanzamt an den Betriebskosten für ihre Wohnung beteiligen. Und auch wenn sie ihre Abrechnung erst spät erhalten, können sie die Ausgaben angeben.