Börsen in Bewegung: Anleger sollten ihrer Strategie folgen

06.10.2021
Lange Zeit ging es an den Börsen vor allem aufwärts. Jetzt ist die Stimmung etwas schlechter. Doch keine Sorge: Verkaufen müssen Aktionäre jetzt trotzdem nicht.
Hoch, runter, wieder hoch, wieder runter: Bei Börsenkursschwankungen bleibt man nach Ansicht von Experten erstmal lieber seiner Strategie treu und verkauft nicht eilig. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn
Hoch, runter, wieder hoch, wieder runter: Bei Börsenkursschwankungen bleibt man nach Ansicht von Experten erstmal lieber seiner Strategie treu und verkauft nicht eilig. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Steigende Energiepreise, hohe Inflation, drohende Pleite des chinesischen Immobilienunternehmens Evergrande - die Unsicherheit an den Finanzmärkten steigt. Konnten Anleger sich lange über steigende Kurse freuen, müssen sie derzeit mit größeren Schwankungen zurecht kommen. Stellt sich die Frage: Jetzt lieber alles wieder verkaufen? Die Antwort: Besser nicht.

Warum, zeigt ein Blick zurück: Krisen gab es in der Vergangenheit einige. Sie konnten Aktienkursen aber meist nur kurzfristig einen Dämpfer verpassen, erklärt die Aktion «Finanzwissen für alle» der im deutschen Fondsverband BVI organisierten Fondsgesellschaften. So haben die Börsen weltweit die zum Beispiel während des Crashs 1987 oder der Corona-Krise im März 2020 erlittenen Verluste wieder mehr als ausgeglichen.

Langfristige Aussichten sind entscheidend

Der Grund liegt auf der Hand: Die Wirtschaft wächst auf lange Sicht, und damit steigen auch die Unternehmenswerte. Das spiegelt die Börse wider. Berechnungen zeigen, dass Aktien weltweit, auf US-Dollar-Basis berechnet, seit 1900 eine jährliche Rendite nach Abzug der Inflation von im Schnitt 5,5 Prozent erzielt haben.

Von zwischenzeitlichen Kursbewegungen sollte sich deshalb niemand beeindrucken lassen. Besser ist es, seiner Strategie treu zu bleiben, am besten mit einem nach Branchen und Regionen diversifiziertem Portfolio. Einzelne Aktien sollten aus Sicht der Stiftung Warentest dabei kein zu hohes Gewicht im Depot bekommen. Besser ist, das Geld in kostengünstige ETF zu investieren.

Sparplan kann sich auszahlen

Als Basis für ein breit aufgestelltes Depot bietet sich ein Indexfonds auf einen weltweiten Index wie den MSCI World oder den FTSE All World an, auf die zum Beispiel ein Sparplan angelegt werden kann.

Das kann sich über einen langen Zeitraum lohnen: Wer etwa ab Mai 2000 jeden Monat 200 Euro in einen ETF auf den Welt­index MSCI World gesteckt hat, konnte 20 Jahre später über fast 100 000 Euro verfügen. Das ist mehr als doppelt so viel wie eingezahlt.

© dpa-infocom, dpa:211006-99-499409/2

Tipps der Stiftung Warentest

Rendite Dreiecke des DAI


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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