Bitcoin bricht nach Rekordjagd erneut ein

12.01.2021
Vergangene Woche knackte die Digitalwährung Bitcoin noch die Marke von einer Billion Dollar. Inzwischen sinkt ihr Wert wieder deutlich. Experten sehen damit die Schwankungsanfälligkeit verdeutlicht.
Nach Rekordwerten in der vergangenen Woche erleidet der Bitcoin einen Schwächeanfall. Mit der Entwicklung vom Wochenende brach der Kurs zeitweise um mehr als zwanzig Prozent ein. Foto: Rick Bowmer/AP/dpa/Archiv
Nach Rekordwerten in der vergangenen Woche erleidet der Bitcoin einen Schwächeanfall. Mit der Entwicklung vom Wochenende brach der Kurs zeitweise um mehr als zwanzig Prozent ein. Foto: Rick Bowmer/AP/dpa/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Es ist ein Bild, an das sich Bitcoin-Anleger mittlerweile gewöhnt haben dürften: Auf extreme Kursanstiege folgt oft ein herber Einbruch. Am Montag (11. Januar) fiel die Kryptowährung bis auf 30.260 US-Dollar zurück, nachdem sie Ende vergangener Woche ein Rekordhoch von fast 42.000 Dollar erreicht hatte.

Zusammen mit der Entwicklung vom Wochenende brach der Kurs zeitweise um mehr als zwanzig Prozent ein. Zuletzt kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp etwa 33.000 Dollar.

«Der Schwächeanfall verdeutlicht abermals die hohe Schwankungsanfälligkeit der Kryptowährung», kommentierte Bitcoin-Experte Timo Emden von Emden Research. Infolgedessen fiel das gesamte Marktvolumen aller derzeit rund 8225 Digitalwährungen wieder unter die Marke von einer Billion Dollar. Vergangene Woche war die Marke erstmals übertroffen worden.

Ein ständiger Kritikpunkt sind gerade die teils heftigen Kursschwankungen. Moniert wird, diese Wankelmütigkeit disqualifiziere Digitalwährungen für Anlage- und erst recht für Zahlungszwecke. Hinzu kommt der Vorwurf, Internetwährungen könnten aufgrund hoher Anonymität für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

© dpa-infocom, dpa:210106-99-917882/5


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Starrke Kursschwankungen: Als Geldanlage ist die virtuelle Währung Bitcoin nur bedingt geeignet. Foto: Jens Kalaene Bitcoin-Boom: Was steckt hinter der Digitalwährung Der Bitcoin knackt Rekord um Rekord. Was hat es mit der Digitalwährung auf sich? Warum steigt der Kurs so rasant? Was sagen Finanzexperten? Und warum ist der Bitcoin ein Umweltsünder?
Auch in Deutschland gibt es einige Firmen die Bitcoins als Zahlmittel annehmen. Doch starke Wertschwankungen erschweren oft die Transaktion. Foto: Franziska Scheven/dpa Ist der Bitcoin eine Währung? Der Hype um den Bitcoin ist gewaltig. Doch was ist er eigentlich? Währung oder Spekulationsobjekt? Die Meinungen dazu gehen weit auseinander.
Weil die Einführung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Digitalwährungen nicht abzusehen ist, verlieren Anleger das Interesse am Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Foto: Jens Kalaene Bitcoin verliert innerhalb von 14 Stunden über 1000 Dollar Der Hype um den Bitcoin ist vorerst vorbei: Bei der Kryptowährung zeichnet sich jetzt ein starker Abwertstrend ab. Grund dürfte der ausbleibende Markteintritt sein.
Inflationsschutz für den Bitcoin: Beim «Halving» handelt es sich um eine Art automatischen Schutz gegen Wertverlust aufgrund eines zu hohen Angebots. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa Bitcoin steigt vor Großereignis über 10.000 US-Dollar Der Bitcoin ist wieder auf Bergfahrt. Grund ist das bevorstehende «Halving»-Event, durch das die Digitalwährung vor einer Inflation geschützt wird.