Banken leisten oft freiwillig mehr als im Infopapier steht

12.10.2021
Wer über einen Wechsel seiner Bank nachdenkt, sollte den Blick nicht nur auf Zinserträge und Negativzinsen lenken. Wichtig ist auch, dass die Einlagen sicher sind. Informationen dazu gibt's im Netz.
Höher geht immer: Banken sichern die Einlagen ihrer Kunden häufig großzügiger ab als vorgeschrieben. Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn/Archivbild
Höher geht immer: Banken sichern die Einlagen ihrer Kunden häufig großzügiger ab als vorgeschrieben. Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn/Archivbild

Berlin (dpa/tmn) - Einmal im Jahr informieren Banken ihre Kunden darüber, dass ihre Einlagen bis zu einer Summe von 100 000 Euro im Falle einer Pleite sicher sind. Das ist aber ausschließlich der europaweit geltende, gesetzliche Entschädigungsanspruch pro Bank und Kunde. Oft sichern die Finanzinstitute freiwillig mehr ab, sagt Stiftung Warentest.

Darüber allerdings findet man keine Angaben im «Informationsbogen für Einleger». Der Grund: Das höhere Schutzniveau - bei Privatbanken oft in Millionenhöhe, bei Sparkassen Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparda- und PSD-Banken sogar in unbegrenzter Höhe - darf gemäß einer EU-Richtlinie dort nicht auftauchen. Nur im Internet informieren die Finanzinstitute über den Extraschutz. Darauf weist die Zeitschrift Finanztest in der aktuellen Ausgabe (11/2021) hin.

Deshalb sollten Sparer bei der Auswahl ihres Geldhauses oder bei einem Wechsel nicht nur auf die Höhe des Zinssatzes schauen, sondern auch genau prüfen, bis zu welcher Höhe ihre Einlagen sicher sind.

© dpa-infocom, dpa:211008-99-530813/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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