Anhaltender Trend: Nachhaltige Geldanlagen nehmen zu

16.05.2016
Soziale, ethische und ökologische Institutionen sind in Deutschland nach wie vor beliebt. Besonders institutionelle Investoren setzen vermehrt auf nachhaltige Geldanlagen.
Viele Anleger setzen lieber auf Wind- statt auf Atomkraft. Foto: Franziska Gabbert
Viele Anleger setzen lieber auf Wind- statt auf Atomkraft. Foto: Franziska Gabbert

Berlin (dpa/tmn) - Nachhaltige Geldanlagen wachsen - das Marktvolumen nachhaltiger Fonds, Kunden- und Eigenanlagen stieg Ende 2015 auf knapp 137 Milliarden Euro. Das geht aus einem aktuellen Marktberichtdes Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.

Ende 2014 betrug es knapp 127,3 Milliarden Euro. Insgesamt ist der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland also um sieben Prozent gewachsen. Ein leichter Anstieg, betrachtet man zum Vergleich die Zahlen von Ende 2013: Damals betrug das Marktvolumen noch 79,9 Milliarden Euro.

Betrachtet man nur die Marktentwicklung nachhaltiger Investmentfonds und Mandate, also Fonds von Pensionskassen oder Versicherungen, zeigt sich ein größeres Plus. Laut FNG hat das Volumen in diesem Segment im Jahr 2015 um 31 Prozent zugelegt. Insgesamt liegt es demnach bei 69 Milliarden Euro.

Vergleicht man, wie sich institutionelle Investoren und Privatanleger den Markt aufteilen, zeigt sich: Besonders institutionelle Investoren bauten ihren Marktanteil aus - er stieg auf 85 Prozent. Der Anteil der Privatanleger ging damit leicht zurück - auf 15 Prozent - obwohl es hier in absoluten Zahlen Zuwächse von einer Milliarde Euro gab.

Bei den Anlagestrategien lagen auch im vergangenen Jahr wieder sogenannte Ausschlüsse an erster Stelle - mit rund 44,9 Milliarden Euro verzeichneten sie einen Zuwachs von 39 Prozent. Beim Ranking der Ausschlusskriterien lagen Waffen, Arbeitsrechtsverletzungen, Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörung ganz vorne.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Einige Banken erheben für das Geldabheben am Geldautomaten eine Gebühr. Weil sie ihre Kunden nicht ausreichend darüber informieren, gehen Verbraucherschützer nun vor Gericht. Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa Geldautomaten-Gebühr: Verbraucherschützer klagen Banken und Sparkassen drehen in der Zinsflaute an der Gebührenschraube. Einige verlangen von ihren eigenen Kunden Geld fürs Abheben am Bankautomaten. Rechtlich kann das problematisch werden.
Die Frankfurter Sparkasse lehnt einen Konto-Antrag nur ab, wenn die gesetzlichen Bedingungen nicht erfüllt sind, sagt eine Sprecherin. Foto: Salome Kegler Oft hohe Gebühren für «Jedermann-Konto» Seit einem halben Jahr haben alle Menschen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein Girokonto. Das soll denen helfen, die viele Banken früher abwiesen. Ganz billig ist die neue Regelung für Kunden aber nicht - im Gegenteil.
Immer mehr Bausparer bleiben wegen der zugesicherten Zinsen in der Sparphase. Bausparkassen wollen sich daher Einnahmen durch Gebühren sichern. Foto: Felix Kästle/dpa Kontogebühr für Bauspardarlehen nicht zulässig Den Bausparkassen ging es schon mal besser. Niedrige Zinsen bedrohen ihr Geschäftsmodell. Sie versuchen es daher mit Nebeneinnahmen. Der Bundesgerichtshof setzt dem nun wieder eine Grenze.
Überteuerte Preise und Wucherzinsen: Wer einmal in diese Spirale geraten ist, kommt nur selten ungeschoren aus der Kostenfalle heraus. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Kampf gegen Wucher: Bündnis nimmt Banken ins Visier Wer sich verschuldet, ist oft doppelt gekniffen: er verliert nicht nur jeglichen Spielraum für Ausgaben, sondern muss oft auch noch Wucherzinsen zahlen. Ein Bündnis verschiedener Verbraucherzentralen will diese Bankenpraxis nun stoppen.