An der Börse braucht es Ausdauer

12.09.2019
An der Börse lockt die Rendite - gerade in der Niedrigzinsphase ein Argument. Doch wie wichtig ist es, für den Einstieg den perfekten Moment abzupassen?
An den Börsen geht es auf und ab - für Anleger ist ein langer Atem aber wichtiger als gutes Timing. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
An den Börsen geht es auf und ab - für Anleger ist ein langer Atem aber wichtiger als gutes Timing. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Kaufen oder nicht? Für Anleger ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt für Veränderungen zu finden. Für den langfristigen Vermögensaufbau kommt es aber gar nicht darauf an, wann man an der Börse in eine Aktie einsteigt.

Selbst wer zu einem schlechten Zeitpunkt starte, habe in der Vergangenheit Verluste wieder ausgleichen können, erklärt die Aktion «Finanzwissen für alle» der im Branchenverband BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Ein Beispiel: Selbst Sparer, die kurz vor den größten Aktiencrashs der vergangenen Jahrzehnte 10 000 Euro in den deutschen Leitindex DAX investierten, konnten dennoch Gewinne einfahren. Wer kurz vor der sogenannten Dotcom-Blase im Jahr 2000 investierte, verbuchte 18 Jahre später dennoch ein Plus von 2,8 Prozent pro Jahr.

Und Anleger, die 2007 kurz vor der Finanzkrise einstiegen, erzielten bis 2018 dennoch eine Rendite von 4,4 Prozent jährlich, so der BVI. Der Fondsverband rät deshalb, Geld möglichst lange anzulegen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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