Amazon: Schnelllieferung in Berlin startet

11.05.2016
Im Wettkampf der Online-Händler setzt Amazon weiterhin auf schnelle Lieferung und macht den nächsten Schritt mit der Lieferung innerhalb einer Stunde in Berlin. Bisher war der Service weltweit in wenigen Städten wie New York, Tokio oder Mailand verfügbar.
Amazon-Prime-Kunden bekommen in Berlin die bestellte Ware innerhalb von zwei Stunden geliefert. Foto: Christoph Dernbach
Amazon-Prime-Kunden bekommen in Berlin die bestellte Ware innerhalb von zwei Stunden geliefert. Foto: Christoph Dernbach

Berlin (dpa) - Amazon führt die Zustellung binnen einer Stunde in Berlin als erster Stadt in Deutschland ein. Sie ist für Kunden des Abo-Dienstes Prime verfügbar und kostet zusätzlich 6,99 Euro.

Ohne weitere Kosten können Prime-Kunden die Bestellungen innerhalb von zwei Stunden oder in einem wählbaren späteren Zeitfenster am selben Tag geliefert bekommen. Zum Start seien für die schnelle Lieferung rund 20 000 Artikel verfügbar, das Sortiment solle ausgebaut werden, sagte Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber.

Andere Online-Händler arbeiten ebenfalls daran, die Lieferzeiten zu verkürzen. Die Handelsplattform Ebay etwa denkt darüber nach, dafür auf die Bestände von Läden in Nähe der Kunden zuzugreifen.

Amazon richtete für den schnellen Lieferdienst ein zusätzliches Lager im Zentrum Berlins ein. Für die Auslieferung arbeitet der weltgrößte Online-Händler mit zwei Kurierdiensten zusammen, neben Autos kommen auch Elektro-Fahrräder zum Einsatz. Die Bestellung läuft über die App «Prime Now», in der verfügbare Artikel und Lieferbereiche angezeigt werden.

Zum Sortiment für die schnelle Lieferung gehören auch Lebensmittel, Getränke, Elektronik, Spielzeug und Drogerieartikel. Den Mindestbestellwert setzte Amazon auf 20 Euro fest.

International war die Lieferung innerhalb einer Stunde bisher unter anderem im New Yorker Stadtteil Manhattan sowie Mailand und Tokio verfügbar. In München experimentiert Amazon mit der Zustellung in Eigenregie auch am selbem Tag.

Amazon rechnet nicht mit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung für Berlin, da «Prime Now» nur einen kleinen Teil der Online-Shopping-Lieferungen ausmachen werde.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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