Als Neukunde Bank nach Strafzinsen fragen

15.02.2021
Negativzinsen sollen Sparer davon abhalten, größere Geldbeträge anzulegen. Allerdings informieren laut der Verbraucherzentrale viele Banken ihre Kunden unzureichend über mögliche Strafzinsen.
Wer seine Bank wechselt, sollte gezielt nach möglichen Negativzinsen fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer seine Bank wechselt, sollte gezielt nach möglichen Negativzinsen fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Wer Geld auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto hat, zahlt drauf. Die sogenannten Verwahrungsentgelte betrafen bisher nur Vermögen von über 100 000 Euro. Jetzt berechnen erste Anbieter diese Negativzinsen ab dem ersten Euro, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Das gilt in der Regel nur für Neukunden. Doch auch Bestandskunden würden inzwischen angeschrieben.

Die Verbraucherschützer kritisieren zum einen, dass Kunden die Information über Negativzinsen erst im Kleingedruckten suchen müssten. Sie raten, als Neukunde gezielt danach zu fragen. Wer als Bestandskunde angeschrieben wird, kann sich in einer kostenlosen Telefonberatung der Verbraucherzentrale Hamburg informieren: Wie man darauf reagiert oder bei einem Kontowechsel vorgeht, beantworten Fachleute am 18. Februar von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 040-24832-280.

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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