Zu alte Oldie-Reifen besser tauschen

01.04.2020
Wer jetzt seinen Oldtimer aus dem Winterlager holt, sollte auch ein Blick auf die Reifen werfen. Dabei ist nicht nur das gesetzliche Mindestprofil wichtig.
Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt. Foto: Felix Kästle/dpa-tmn
Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt. Foto: Felix Kästle/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer seinen Oldtimer aus dem Winterschlaf holt, achtet besser auch auf das Alter der Reifen.

Zwar erfüllen die Pneus vieler Liebhaberautos aufgrund von vergleichsweise geringen Kilometerleistungen noch oft die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern.

Doch mit der Zeit entweichen die Weichmacher im Gummi. Das macht die Reifen härter und sie verlieren an Haftung. Selbst wenn es keine eindeutigen Vorgaben gebe, empfiehlt Prüforganisation GTÜ generell, Reifen spätestens nach zehn Jahren auszutauschen.

Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt. Die letzten vier Ziffern verraten das Produktionsdatum. Steht hier zum Beispiel «5015», dann wurde der Reifen in der 50. Kalenderwoche des Jahres 2015 hergestellt.

Vor der ersten Ausfahrt prüfen Oldie-Freunde besser auch den Reifendruck. Denn manch einer mag ihn vor der Winterpause erhöht haben, um etwaigen Standschäden vorzubeugen.

Beim Mindestprofil empfehlen GTÜ-Experten, die gesetzlichen Vorgaben aus Sicherheitsgründen zu übertreffen und bei Sommerreifen auf mindestens 3 Millimeter zu achten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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