Wohnmobil richtig reinigen

13.05.2020
Wohnmobilbesitzer freuen sich auf die Wiedereröffnung der Campingplätze. Somit ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sein Fahrzeug innen und außen auf Vordermann zu bringen.
Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kann die Campingsaison wieder starten - höchste Zeit, das Wohnmobil fit zu machen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kann die Campingsaison wieder starten - höchste Zeit, das Wohnmobil fit zu machen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Um das Wohnmobil fit für die Campingsaison zu machen, wird es von außen mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel gesäubert. Achtung: Ein zu harter Wasserstrahl kann Lack, Kunststoff, Dichtungen oder Lüftungsgitter beschädigen, warnt der Verband der Tüv (VdTÜV).

Gegen hartnäckigen Schmutz hilft ein weiches Scheuermittel. Für gute Sicht ist vor allem eine saubere Windschutzscheibe wichtig, dafür gibt es spezielle Acrylfensterreiniger.

Feuchtigkeit kann zum Problem werden

Im Innenraum kann Feuchtigkeit schnell ein Problem werden, daher hier so wenig Wasser wie möglich benutzen, besser Staubsauger und Mikrofasertuch. Türen und Fenster währenddessen weit öffnen und die Polster dabei hochstellen.

Die Bordausstattung wird gereinigt und überprüft: Funktionieren Kühlschrank, Heizung, Kochfeld? Gegen unangenehme Gerüche sollte man die Dichtung der Campingtoilette kontrollieren. Die Wasseranlagen werden ausgespült, desinfiziert und noch einmal gründlich gespült. Auch die Wassertanks müssen mindestens zweimal pro Jahr desinfiziert werden.

Bremsen sind das A und O

Für die Verkehrssicherheit des Wohnmobils sind die Bremsen das A und O. Eine erste Sicht- oder Tastprüfung gibt Aufschluss über den Zustand der Bremsscheiben. Ein fühl- und sichtbarer Grat am Rand deutet auf Verschleiß hin. Idealerweise sind die Scheiben sauber und glatt, ohne Rost oder Verfärbung. Flugrost, der sich bei längerem Stillstand bildet, verfliegt nach ein paar Probebremsungen.

Zieht das Wohnmobil beim Bremsen zur Seite? Quietschen die Bremsen? Vibriert beim Bremsen das Lenkrad? Bei Problemen sollten Besitzer unbedingt eine Werkstatt aufsuchen. Auch Druck, Profiltiefe und allgemeiner Zustand der Reifen müssen gecheckt werden, Radmuttern werden gegebenenfalls nachgezogen.

Im Motorraum kontrolliert man alle wichtigen Flüssigkeiten. Batterien sollten Besitzer nach der Winterpause auf Selbstentleerung prüfen. Ebenso die Lampen testen und wenn nötig austauschen. Auch die gasbetriebenen Geräte samt Gasanlage gehören auf den Prüfstand. Die sogenannte G 607-Prüfung steht alle zwei Jahre an. Die dafür vergebene Plakette ist bei vielen Campingplätzen Bedingung bei der Einfahrt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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