Wie bildet man in Notfällen die Rettungsgasse

04.11.2019
Die Rettungsgasse ermöglicht Polizei und Notärzten die Anfahrt zum Unfallort. Leider stellt das Bilden der Gasse immer wieder Probleme dar. Eine Merkhilfe zur Schadensreduzierung:
Bei Unfällen auf der Autobahn kann das Bilden einer Rettungsgasse über Leben und Tod entscheiden. Verkehrsteilnehmer müssen zügig einen Korridor für Einsatzfahrzeuge schaffen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Bei Unfällen auf der Autobahn kann das Bilden einer Rettungsgasse über Leben und Tod entscheiden. Verkehrsteilnehmer müssen zügig einen Korridor für Einsatzfahrzeuge schaffen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Wiesbaden (dpa) - Die Rettungsgasse ist Pflicht und kann Leben retten. Doch immer wieder bilden Autofahrer sie erst viel zu spät oder falsch.

Auf Straßen außerorts oder Autobahnen mit mindestens zwei Spuren je Richtung gilt: Schon bevor sich Rettungskräfte oder Abschleppwagen bei einem Stau von hinten nähern, müssen die Fahrer bereits bei Schrittgeschwindigkeit die Rettungsgasse bilden, wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Berlin erklärt.

Dazu fahren die Autos auf der linken Spur nach links und die auf den übrigen Spuren nach rechts. Als Merkhilfe kann die sogenannte «Rechte-Hand-Regel» dienen: Die Finger der rechten Hand stehen von oben gesehen für die Fahrbahnspuren. Dabei symbolisiert der Daumen die linke Spur, wo die Autos nach links fahren sollen - und alle anderen Finger gehen nach rechts: Die Rettungsgasse liegt zwischen Daumen und Zeigefinger.

Wer nicht rechtzeitig Platz macht, blockiere nicht nur Hilfskräfte auf dem Weg zu den Opfern. Die durch Blockierer zu waghalsigen Manövern gezwungenen Rettungskräfte können laut DVR weitere Unfälle verursachen, bei denen Menschen zu Schaden kommen.

Informationen zur Rettungsgasse

Straßenverkehrsordnung zur Rettungsgasse


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Autor Jörg Nießen mit seinem Buch "Rettungsgasse ist kein Straßenname". Foto: Henning Kaiser Wenn Helfer im Notfall nicht durchkommen Bei einem schweren Unfall können manchmal Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Lange warten, bis sich eine Rettungsgasse bildet, können Sanitäter dann nicht. Von störenden Autofahrern und denen, die sich nicht stören lassen, erzählt ein neues Buch.
Geraten Autofahrer in einen Stau, haben sie die Pflicht, sofort an eine Rettungsgasse zu bilden. Foto: Peter Steffen/dpa So bilden Autofahrer die Rettungsgasse richtig Man lernt es schon von Anfang an in der Fahrschule: am Stauende ist sofort die Rettungsgasse zu bilden. Doch immer wieder missachten Autofahrer dieses Gebot. Künftig müssen sie mit höheren Strafen rechnen.
Nichts geht mehr. Wenn auf Autobahnen der Verkehr zum Erliegen kommt, weichen Autofahrer oft auf die Nebenstrecke aus. Das lohnt jedoch nur bei Staus von über zehn Kilometer Länge. Foto: Sina Schuldt Stau auf der Autobahn: Was Autofahrer wissen sollten Im Stau zu stehen nervt. Viele Autofahrer nutzen daher lieber die nächste Abfahrt, um auf der Nebenstrecke zu fahren. Doch dort geht es nicht immer schneller voran. Was raten Experten? Und wie kann ich selbst Staus verhindern?
Nichts geht mehr: Doch auch bei Stillstand müssen die Verkehrsteilnehmer einige Regeln beachten. Foto: Sven Hoppe Schlau im Stau: Sitzenbleiben lohnt sich Staus gehören zum Alltag auf den Fernstraßen. Doch auch wenn alles steht und nichts mehr geht, sollten Autofahrer die Autobahn nicht mit einem Parkplatz verwechseln. Denn wer sein Auto für einen Spaziergang verlässt, riskiert ein Bußgeld.