Weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen wegen Corona

21.09.2021
Seit Beginn der Corona-Pandemie fahren weniger Menschen mit Bahn oder Bus. Setzt sich dieser Trend fort? Das Statistische Bundesamt legte nun Zahlen dazu vor.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie nutzen weniger Menschen Bahnen und Busse. Doch von April bis Juni war im Nah- und Fernverkehr wieder ein Anstieg zu beaobachten. Foto: Carsten Koall/dpa/Archivbild
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie nutzen weniger Menschen Bahnen und Busse. Doch von April bis Juni war im Nah- und Fernverkehr wieder ein Anstieg zu beaobachten. Foto: Carsten Koall/dpa/Archivbild

Wiesbaden (dpa) - Die Corona-Pandemie sorgt weiter für ein Minus bei den Fahrgastzahlen von Bussen und Bahnen. Im ersten Halbjahr 2021 wurden fast 3,5 Milliarden Fahrten registriert und damit 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Im Eisenbahn-Fernverkehr lag das Minus bei 34 Prozent, im Fernbusverkehr sogar bei 92 Prozent. Der öffentliche Personennahverkehr mit Bussen und Straßenbahnen, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, lag 17 Prozent unter dem Vorjahreswert, es handele sich hier aber um vorläufige Ergebnisse. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch des Coronavirus, beträgt der Rückgang insgesamt 42 Prozent.

Anstieg im Nah- und Fernverkehr

Ausschlaggebend für den Rückgang ist das erste Quartal 2021: Während zwischen Januar und März mit 39 Prozent deutlich weniger Menschen den öffentlichen Verkehr nutzten als im Vorjahreszeitraum, war von April bis Juni ein Anstieg von 20 Prozent im Nahverkehr und 51 Prozent im Fernverkehr zu verzeichnen. Das gesamte erste Quartal 2021 war von der Pandemie geprägt, während sich das Virus ein Jahr zuvor erst ab März deutlich auf den öffentlichen Verkehr auswirkte. Im zweiten Quartal 2021 fuhren dann wieder mehr Menschen mit Bussen und Bahnen als ein Jahr zuvor.

© dpa-infocom, dpa:210921-99-299095/3

Mitteilung Statistisches Bundesamt


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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