Welche Vorteile bringt das Kennzeichen für Elektrofahrzeuge?

19.01.2016
Wer sich als Halter eines Elektrofahrzeugs ein E-Nummernschild holt, muss zwar erst einmal Geld ausgeben, aber dies kann sich langfristig lohnen. Denn einige Kommunen gewähren Autos mit E-Kennzeichen verschiedene Sonderrechte.
Kommunen können Elektrofahrzeugen mit E-Nummernschild Vorteile einräumen, zum Beispiel kostenfreies Parken oder Fahren auf einer Busspur. Foto: Jan Woitas
Kommunen können Elektrofahrzeugen mit E-Nummernschild Vorteile einräumen, zum Beispiel kostenfreies Parken oder Fahren auf einer Busspur. Foto: Jan Woitas

Essen (dpa/tmn) - Seit Oktober 2015 kann man für elektrisch betriebene Fahrzeuge ein spezielles E-Nummernschild beantragen. Ähnlich wie beim H-Kennzeichen für Oldtimer genießen Halter eines Elektrofahrzeuges dank des nachgestellten «E» auf dem Kennzeichen einige Sonderrechte und Vorteile.

Zum Beispiel dürfen Autos mit E-Kennzeichen kostenlos parken, auf einer Busspur fahren oder werden von Zufahrtsbeschränkungen ausgenommen, erklärt der Tüv Nord. Dafür muss die jeweilige Kommune allerdings zunächst die Voraussetzungen schaffen. Das im Juni vergangenen Jahres in Kraft getretene E-Mobilitätsgesetz gibt den Kommunen das Recht, E-Fahrzeugen entsprechende Sonderrechte zu gewähren. Laut Gesetz dürfen auch Fahrzeuge mit Brennstoffzellen und sogenannte Plug-in-Hybridfahrzeuge das E-Kennzeichen nutzen.

Halter von Hybridautos können das neue Nummernschild aber nur beantragen, wenn das Fahrzeug entweder höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt oder mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Das Schild kostet bei der Zulassungsstelle 27 Euro. Eine Pflicht zur Umkennzeichnung mit dem E-Nummernschild besteht nicht.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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