Welche Bremsen für E-Tretroller sind die besten?

09.07.2020
Zum Mieten stehen E-Tretroller in vielen Städten bereit. Wer großen Gefallen gefunden hat an dieser Mobilität, mag vielleicht auch einen eigenen kaufen - dann aber unbedingt auf die Bremsen achten.
Am besten so: Bremshebel am Lenker sind beim E-Tretroller die sicherste Variante, sagen Experten. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
Am besten so: Bremshebel am Lenker sind beim E-Tretroller die sicherste Variante, sagen Experten. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Wer einen E-Tretroller kaufen will, sollte auf ein Modell mit Scheibenbremse achten. Dazu rät der Tüv Süd. Die Bremsleistung sei hier am besten, was bei den bis zu 20 km/h schnellen Rollern zur Sicherheit beiträgt. Zwei unabhängig voneinander arbeitende Bremsen sind vorgeschrieben.

Die Prüfexperten raten zu einer Vorder- und Rückradbremse. Diese sollten sich mit zwei Bremshebeln am Lenker bedienen lassen. Der Grund: Bei Gefahr gelinge die Notbremsung Nutzern unbewusst schneller mit dem Griff an die Hebel als etwa mit dem Fußtritt auf die Hinterradabdeckung, die sogenannte Fender Brake.

Zudem werde beim Bremsen per Fender Brake manchmal das obligatorische Nummernschild heruntergedrückt - was laut Gesetz aber nicht passieren darf, da so der Sichtwinkel verändert wird.

Bei elektronischen Bremsen bemängelt der Tüv Süd, dass sie aufgrund falscher Einstellung oft zu schwach oder zu stark verzögern. Das sollte man unbedingt vor dem Kauf testen. Wer ein solches Modell wählt, sollte zudem beim Motor darauf achten, dass dieser hinten sitzt. Denn so werde bei einer Vollbremsung ein Überschlag über den Lenker vermieden. Bei besser dosierbaren Bremsen sei der Sitz des Motors unerheblich.

© dpa-infocom, dpa:200709-99-732102/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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