Wegweisend: Audi zeigt A6 E-Tron

19.04.2021
Nachdem Audi gerade sein Auto aus dem Modularen E-Baukasten des VW-Konzerns gezeigt hat, gibt’s jetzt eine zweite Akku-Plattform für die Oberklasse - und einen elektrischen A6 als Appetitanreger.
Fließende Formen: Mit der Studie A6 E-Tron Concept will Audi einen Vorgeschmack auf seine künftigen elektrischen Oberklassemodelle geben. Foto: Audi AG/dpa-tmn
Fließende Formen: Mit der Studie A6 E-Tron Concept will Audi einen Vorgeschmack auf seine künftigen elektrischen Oberklassemodelle geben. Foto: Audi AG/dpa-tmn

Ingolstadt (dpa/tmn) - Audi legt eine weitere Modellfamilie ans Ladekabel. Dafür entwickeln die Bayern zusammen mit der Schwestermarke Porsche die so genannte Premium Platform Electric (PPE). Die soll als Basis für kommende Oberklassemodelle mit Akkuantrieb dienen. Die Markteinführung sei für den kommenden Sommer geplant, dann zunächst mit einem SUV. Als Appetitanreger dafür zeigt Audi jetzt zur Messe Auto Shanghai in China (21. bis 28. April) aber erst einmal eine Limousine: Das A6 E-Tron Concept, das einen wesentlichen Vorteil der neuen Architektur illustrieren will.

Mehr als 700 Kilometer sollen möglich sein

Denn anders als im Modularen E-Baukasten des VW-Konzerns sind damit auch schlanke Autos diesseits des SUV möglich. Der knapp fünf Meter lange A6 E-Tron, der laut Audi für Ende nächsten Jahres als Serienmodell eingeplant ist, kommt deshalb als viertürige Fließhecklimousine. Diese ist nur 1,44 Meter hoch und wird selbst vom aktuellen A6 noch überragt, teilt Audi mit. Die neue Plattform ermöglicht für die A6-Studie einen Akku von rund 100 kWh Kapazität. Damit sollen mehr als 700 Kilometer Reichweite möglich sein.

In vier Sekunden auf Tempo 100

Den Antrieb übernehmen zwei E-Motoren, die zusammen auf 350 kW und 800 Nm kommen. Während das Showcar damit in rund vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen soll, werden selbst die sparsamsten und schwächsten A6-Modelle kaum mehr als sieben Sekunden für diesen Sprint brauchen, teilt Audi weiter mit.

Durchgängig mit 800 Volt-Technik ausgerüstet, können die PPE-Modelle ihre Akkus an den 270 kW-Säulen etwa des Netzwerks Ionity besonders schnell wieder füllen. Die Ladezeiten schrumpfen so laut Audi auf zehn Minuten für 300 Kilometer oder weniger als eine halbe Stunde für den Sprung von 5 auf 80 Prozent.

Damit den Insassen selbst in dieser kurzen Zeit nicht langweilig wird, haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen. Sie haben die LED-Matrixscheinwerfer so programmiert, dass mit ihnen ein Videospiel an die nächste Hauswand projiziert werden kann, in dem sich Insassen mit ihrem Smartphone bewegen.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-234813/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Fürs urbane Umfeld entwickelt: Wie es aber mit dem knubbeligen e.GO Life weitergeht, ist noch ungewiss. Foto: e.GO Mobile AG/dpa-tmn Mini-E-Mobile für die Stadt 70 Kilometer Reichweite und gerade mal 45 km/h: Tesla-Fahrer mögen darüber lachen. Doch mehr braucht es nicht in der Stadt. Können Mini-Autos E-Mobilität auch ohne Förderung halbwegs bezahlbar machen?
Limousine der Luxusklasse: Die Preise der achten Generation des Rolls-Royce Phantom beginnen bei 446 250 Euro. Foto: James Lipman/Rolls-Royce/dpa-tmn Neuer Rolls-Royce Phantom startet bei 446 250 Euro Rolls-Royce verlangt 89 250 Euro allein an Aufpreis, wenn der neue Phantom mit einem verlängerten Radstand in den eigenen Fuhrpark kommen soll - und zwar zusätzlich zum Grundpreis von 446 250 Euro. Was bieten die Briten in dem exorbitant teuren Luxusgefährt?
Luxus in Langform: Die 5,47 Meter lange Maybach-Version fährt ab Sommer 2021 an die Spitze des Mercedes-Limousinen-Programms. Foto: Daimler AG/dpa-tmn Maybach-Version der S-Klasse kommt 2021 Bei Limousinen ist es wie bei Motorjachten - je länger, desto luxuriöser. Das wissen sie auch bei Mercedes. Und schicken die neue S-Klasse schon kurz nach ihrer Premiere auf die Streckbank.
2021 können die ersten Modelle des W 140 bereits ein H-Kennzeichen bekommen. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn 30 Jahre Mercedes S-Klasse W 140 Sie war ein bisschen wie der Bundeskanzler jener Zeit: Bodenständig und als «der Dicke» geschmäht - aber langlebig, erfolgreich und mit historischem Nachhall: die S-Klasse der Generation W 140.