Website listet Hilfsangebote für Unfallopfer

09.09.2021
Rund jedes vierte Verkehrsunfallopfer leidet unter psychischen Beschwerden. Im Internet gibt es eine Anlaufstelle für Betroffene.
Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen: Wer in einen Unfall verwickelt wurde, leidet manchmal noch länger darunter. Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn
Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen: Wer in einen Unfall verwickelt wurde, leidet manchmal noch länger darunter. Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

München (dpa/tmn) – Bei Opfern von Verkehrsunfällen denkt man oft nur an deren körperlichen Verletzungen. Doch auch psychische Belastungen plagen die Betroffenen teils über Jahre. Die Folgen könnten kurzfristiger Natur sein, aber nach Angaben des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz auch zu Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen führen. Das Portal www.hilfefinder.de hilft hier weiter.

Dort erhalten Betroffene Unterstützung bei der Therapeutensuche, können sich zu Kostenträgern und Therapieformen informieren oder einen «Trauma-Check» machen. Das Portal ist ein Angebot von Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR),Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt),die 2014 laut KS eine der wenigen Studien zum Thema durchgeführt hat.

Danach leide in Deutschland etwa jedes vierte Unfallopfer unter ernsten psychischen Beschwerden, so der KS. Auch Ersthelfer, Zeugen oder Angehörige litten oft lange unter den Unfallfolgen.

© dpa-infocom, dpa:210909-99-152297/2

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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