Was taugt der Mazda3 (2013 bis 2019) als Gebrauchter?

15.12.2020
In der Golf-Klasse tummeln sich viele Alternativen zu dem Wagen aus Wolfsburg. Auch aus Fernost rollen Marken wie Toyota Modelle in das Segment, zum Beispiel den Mazda3. Doch was taugt der gebraucht?
Kompakte Klasse: Im typischen Golf-Segment haben Gebrauchtkäufer viele Alternativen zum Wolfsburger - wie etwa den Mazda3. Foto: Mazda/dpa-tmn
Kompakte Klasse: Im typischen Golf-Segment haben Gebrauchtkäufer viele Alternativen zum Wolfsburger - wie etwa den Mazda3. Foto: Mazda/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer in der automobilen Kompaktklasse Wert auf Design legt, landet mitunter beim schnittig gezeichneten Mazda3 und dessen von 2013 an verkauften dritten Generation. Nicht ganz so glatt geht allerdings der Auftritt bei der Hauptuntersuchung (HU) über die Bühne.

Trotz guten Gesamteindrucks zeigt der Wagen aus Japan im Detail einige ungewöhnliche Schwächen.

Modellhistorie: Die erste Generation des japanischen 3ers kam 2003 auf den Markt. Der Nachfolger debütierte 2009 und wurde 2013 von der Drittauflage abgelöst. Diese wurde im Jahr 2017 dann überarbeitet: Es gab ein nachgezogenes Design und ein besseres Kurvenverhalten. Seit dem Frühjahr 2019 ist die aktuelle Viertauflage bei den Händlern.

Karosserievarianten: Den Mazda3 gibt es als fünftürige Schrägheckversion und - anders als seinen Hauptkonkurrenten in Deutschland, den VW Golf - auch als viertüriges Stufenheck.

Abmessungen (laut ADAC): Schrägheck: 4,46 m x 1,80 m x 1,45 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 364 l bis 1263 l; Stufenheck: 4,58 m x 1,80 m x 1,45 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 419 l.

Stärken: Für Alltagfahrten und Wochenendtrips genügen die Platzverhältnisse, die Motoren laufen recht ruhig. Bei der HU machen Lenkung und Abtriebswellen laut dem «Auto Bild Tüv Report 2021» weniger Probleme als beim Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Rost tritt fast nie auf, ebenso sind die Mängelquoten bei Achsaufhängung, Blinkern, Feststellbremse sowie Bremsleitungen und -schläuchen niedrig. Wenig Ärger auch in Sachen Ölverlust und Auspuffanlage.

Schwächen: «Im Bereich Bremse und Fahrwerk treten ausgerechnet bei den ersten beiden HU überdurchschnittlich viele Mängel zu Tage» - ein ungewöhnliches Ergebnis, wie der Tüv-Report festhält. Vor allem bei Achsfedern und Dämpfung mache die Drittauflage des Mazda3 keine gute Figur. Im roten Bereich zeigen sich zum ersten HU-Termin oft auch die Wirkung der Fußbremse und der Zustand der Bremsscheiben.

Pannenverhalten: Laut ADAC ist die Pannenbilanz des Mazda3 gut. Ins Mittelfeld der Statistik rutscht das Modell nur mit Erstzulassung in den Jahren 2013 und 2016 ab, Pannenschwerpunkt ist die Batterie.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 74 kW/100 PS bis 121 kW/165 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 77 kW/105 PS und 110 kW/150 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Mazda3 1.5 Skyactiv-G 100 Prime-Line Schrägheck (2013); 74 kW/100 PS (Vierzylinder); 103 000 Kilometer; 6900 Euro. - Mazda3 2.0 Skyactiv-G 165 Sports-Line Schrägheck (2018); 121 kW/165 PS (Vierzylinder); 39 000 Kilometer; 16 500 Euro. - Mazda3 1.5 Skyactiv-D 105 Center-Line Stufenheck (2016); 77 kW/105 PS (Vierzylinder); 79 000 Kilometer; 11 250 Euro.

© dpa-infocom, dpa:201214-99-684553/6


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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