VW Golf Sportsvan (seit 2013)

04.08.2020
Ein Golf ist ein Golf ist ein Golf? Jein, denn auch von seinem kompakten Klassiker gibt es viele Varianten und Versionen. Wie wäre es mit dem Hochdachmodell Golf Sportsvan als Gebrauchtwagen?
Der Golf Sportsvan bietet seinen Kunden mehr Raum und leistet sich bei HU und Pannenfestigkeit kaum Schwächen. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn
Der Golf Sportsvan bietet seinen Kunden mehr Raum und leistet sich bei HU und Pannenfestigkeit kaum Schwächen. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Der VW Golf Sportsvan ist die Hochdach-Variante des Golfs. Der Wagen ist wegen der erhöhten Sitzposition und des größeren Stauraums bei Senioren beliebt. Wie schön, wenn auch die Enkel samt Gepäck mitfahren können - ohne Platzprobleme.

Für Gebrauchtkäufer ist das ein Vorteil, denn ältere Menschen neigen dazu, ihr Auto gut zu pflegen und seltener zu bewegen. Das wirkt sich positiv aufs Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) aus.

Modellhistorie: 2013 auf der IAA vorgestellt und seit 2013 als Nachfolger des Golf Plus im Handel. Seit 2016 auch im sportlichen R-Line-Dress zu haben. 2017 kam das Facelift mit überarbeiteten Stoßfängern, mehr Connectivity-Funktionen sowie Assistenten wie im Golf VII, auf dessen Plattform der Wagen aufbaut.

Abmessungen: 4,34 m bis 4,35 m x 1,81 m x 1,62 m bis 1,58 m (LxBxH),Kofferraumvolumen: 590 l bis 1520 l.

Karosserievarianten: Der Golf Sportsvan ist ein vergleichsweise hochbauendes Schrägheckmodell mit fünf Sitzplätzen, bei VW fährt es in der Nische zwischen Golf und dem Minivan Touran.

Stärken: Das Auto gefällt älteren Menschen und lässt sich nichts zu Schulden kommen: Bei der HU schneidet es in jeder Hinsicht besser ab als der Durchschnitt. Beste Noten für Achsen, Federn, Dämpfer, Bremskomponenten und Beleuchtung. Unter dem Strich schlägt der Sportsvan den Normal-Golf, weil der in aller Regel höhere Laufleistungen aufweist.

Schwächen: Gibt es kaum. Allenfalls könnte man dem Sportsvan vorwerfen, mit seinem Namen falsche Erwartungen zu schüren. Denn ein sportliches Auto ist er nicht, was man am unauffälligen Fahrverhalten oder der Abwesenheit von wirklich starken Motoren ablesen kann.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt: «Der Golf schneidet gut ab.» In der offiziellen Pannenstatistik unterscheidet der Club allerdings nicht zwischen Sportsvan und dem Basis-Golf. Macht nichts, denn Pannenschwerpunkte leistet sich weder der eine, noch der andere.

Motoren: Benziner (Drei-/Vierzylinder mit Frontantrieb): 63 kW/85 PS bis 110 kW/150 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Golf Sportsvan 1.0 TSI Trendline (2017); 63 kW/85 PS (Dreizylinder); 48 000 Kilometer; 11 150 Euro.

- Golf Sportsvan 1.2 TSI BMT Comfortline (2014); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 87 000 Kilometer; 9075 Euro.

- Golf Sportsvan 2.0 TDI BMT Highline (2013); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 120 000 Kilometer; 9625 Euro.

© dpa-infocom, dpa:200803-99-22647/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vorbildlicher Gefährte: Gebrauchtwagenexperten stellen dem VW Golf Sportsvan gute Noten aus. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn Der VW Golf Sportsvan kommt so schnell nicht in die Jahre Der VW-Golf Sportsvan (seit 2014) steht paradoxerweise nicht unbedingt für Sportlichkeit und Coolness. Aber dafür punktet der Gebrauchte mit Zuverlässigkeit und hoher Laufleistung. Ein Überblick:
Der VW Golf Plus bekommt von ADAC und Prüfexperten gute Noten. Foto: Volkswagen AG Der VW Golf Plus als Gebrauchter Der Golf Plus gilt eher als ein Senioren-Fahrzeug, als Gebrauchter ist er oft in gutem Zustand und sehr zuverlässig. Im Zuge der Dieselaffäre wurde auch für den Ableger des klassischen VW Golf ein Software-Update fällig. Ansonsten weist er nur kleine Mängel auf.
Die Dekra hat typische Mängel von Fahrzeugmodellen in neun Klassen untersucht und die jeweiligen Sieger ermittelt. In allen Klassen haben Modelle deutscher Hersteller die Nase vorn. Foto: Andrea Warnecke Deutsche Automarken bei Gebrauchtwagen vorn Gebrauchtwagen deutscher Hersteller gelten als besonders zuverlässig. Das untermauert der Gebrauchtwagenreport 2018 der Dekra. In jeder der neun untersuchten Klassen schneidet eine deutsche Marke am besten ab. Gesamtsieger ist zum dritten Mal in Folge der Audi A6.
Weiße Weste mit kleinen dunklen Stellen: Der kompakte Mazda3 gilt Experten zufolge als Gebrauchtwagentipp. Er hat aber auch ein paar kleinere Problemzonen, etwa die Achsaufhängungen bei einigen Modellen. Foto: Mazda/dpa-tmn Empfehlenswert: Der Mazda3 aus zweiter Hand Als Gebrauchtwagen gilt er als recht zuverlässig: der Mazda3. Der japanische Kompakte schneidet vor allem im Bereich Pannenanfälligkeit gut ab. Allerdings wackeln seine «Beine» etwas.