VW Golf fährt mit neuer Elektronik in die zweite Halbzeit

10.11.2016
Volkswagen frischt den Golf auf. Vor allem im Inneren hat der Autobauer einiges verändert. Er hat dem Golf nicht nur ein animiertes Cockpit spendiert, sondern auch einen vergrößerten Touchscreen.
VW frischt den Golf auf - und das vor allem im Inneren. Die überarbeiteten Modelle kommen mit mehr und verbesserter Elektronik und nur kleinen äußerlichen Veränderungen. Foto: Volkswagen
VW frischt den Golf auf - und das vor allem im Inneren. Die überarbeiteten Modelle kommen mit mehr und verbesserter Elektronik und nur kleinen äußerlichen Veränderungen. Foto: Volkswagen

Wolfsburg (dpa/tmn) - VW schickt den Golf mit einem großen Update in die zweite Halbzeit. Ab dem kommenden Frühjahr bauen die Niedersachsen vor allem neue Elektronik in ihr Flaggschiff ein. Dazu gibt es laut VW ein dezent retuschiertes Design, optimierte Motoren und neue Getriebe, mit denen der Verbrauch im Alltag deutlich sinken soll.

Die Modellpflege gilt für nahezu alle Varianten des Golf bis hinauf zum Plug-In-Hybriden GTE oder dem Sportmodell GTI und umfasst Drei- und Fünftürer sowie den Kombi. Preise und einen genauen Termin für die Markteinführung nannte der Hersteller noch nicht.

Während man von außen schon zweimal hinschauen muss, um den überarbeiteten Golf unter anderem an den optionalen LED-Scheinwerfern zu erkennen, stechen die Neuerungen innen auf Anhieb ins Auge: Hinter dem Lenkrad gibt es jetzt auf Wunsch das komplett animierte Cockpit aus dem Passat, in der Mittelkonsole prangt ein deutlich vergrößerter Touchscreen. Er lässt sich berührungslos mit Gesten steuern, so dass einzelne Menüpunkte mit einem Winken durchschaltbar sind.

Parallel zur neuen Infotainment-Technologie mit noch mehr Apps und Online-Diensten hat VW die Assistenzsysteme aufgerüstet. Neu sind unter anderem eine Fußgängererkennung für die Notbremsfunktion, weitgehend autonome Fahrt durch den Stau bis Tempo 60 und ein Stopp-Assistent, wenn der Fahrer nicht reagiert.

Zwar haben sich die Entwickler vor allem auf die Software konzentriert, doch gibt es zur Modellpflege auch etwas neue Hardware: So führt VW nach eigenen Angaben einen weiterentwickelten 1,5 Liter-Benziner mit Zylinderabschaltung ein, der jetzt auf 110 kW/150 PS kommt. Diesen Motor soll es kurz nach der Markteinführung auch als Blue-Motion-Triebwerk mit 96 kW/130 PS und einer erweiterten Segelfunktion geben. Dann sinkt der Normverbrauch von 4,9 auf 4,6 Liter und der CO2-Ausstoß geht von 110 auf 104 g/km zurück

Wie für die Sparer gibt es auch für die Sportler ein Update: Der Golf GTI kommt mit neuer Elektronik jetzt in der Standard-Version auf 169 kW/230 PS und als Performance-Modell sogar auf 180 kW/245 PS.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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