Vollgepacktes Auto vor dem Urlaub wiegen lassen

14.08.2018
Sportausrüstung, Gummiboot und Luftmatratze - bei einem Familienurlaub ist der Kofferraum schnell voll. Um eine Überladung zu vermeiden, kommt das Auto vor der Abreise am besten auf die Waage.
Wer sein Auto über 20 Prozent überlädt, muss mit einem Bußgeld zwischen 95 und 230 Euro sowie einen Punkt in Flensburg rechnen. Foto: Silvia Marks
Wer sein Auto über 20 Prozent überlädt, muss mit einem Bußgeld zwischen 95 und 230 Euro sowie einen Punkt in Flensburg rechnen. Foto: Silvia Marks

München (dpa/tmn) - Ihr fertig gepacktes, vollgetanktes Auto lassen Urlauber vor der Fahrt idealerweise wiegen. Denn bereits ein voll beladenes Auto verschlechtert seine Fahreigenschaften.

«Jenseits des Gewichtslimits wird es kritisch», warnt der Tüv Süd. Eine öffentliche Waage finde sich in vielen Gemeinden. Maßgeblich als Maximum ist das zulässige Gesamtgewicht, das sich wie das Leergewicht im Fahrzeugschein findet.

«Das Wiegen ist die sicherste Variante», sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Zwar lasse sich die höchstmögliche Zuladung auch errechnen, indem man das Leergewicht, welches bereits 75 Kilo für den Fahrer einschließt, vom zulässigen Gesamtgewicht abzieht.

«Doch steht in der Regel im Fahrzeugschein nur das Leergewicht des Modells, aber unter anderem Sonderausstattungen und Zubehör werden nicht berücksichtigt», sagt Lucà. So etwas könnte schon leicht 200 Kilo ausmachen - was dann die Zuladung natürlich wieder um diesen Wert reduziert. «Ein so errechneter Wert kann nur als grobe Orientierung dienen», sagt Lucà.

Wer sein Auto über 20 Prozent überlädt, riskiert Bußgelder zwischen 95 und 230 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. Außerdem ist nicht zu vergessen: Wen die Polizei wegen Überladung stoppt, darf erst weiterfahren, wenn das überschüssige Gewicht ausgeladen wird - doch wohin dann damit unterwegs?


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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