Verkatert besser nicht Auto fahren

30.05.2019
Am Tag nach einer feuchtfröhlichen Feier lässt man das Auto besser stehen. Der Restalkohol im Blut wird häufig unterschätzt. Ein Psychologe erklärt, auf welche Anzeichen zu achten ist.
Keinen klaren Kopf: Auch vermeintlich ohne Restalkohol im Blut kann ein Kater die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Keinen klaren Kopf: Auch vermeintlich ohne Restalkohol im Blut kann ein Kater die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Essen (dpa/tmn) - Ans Steuer ihres Autos sollten sich verkaterte Autofahrer besser nicht setzen. Selbst dann nicht, wenn kein Restalkohol mehr im Blut ist, rät Psychologe Ralf Buchstaller vom Tüv Nord.

Denn die geistige Leistungsfähigkeit - und so auch das Fahrvermögen - leiden unter den Nachwehen des Alkoholkonsums. Ein Kater äußert sich oft in Form von Kopfschmerzen, einem flauem Gefühl im Magen und Unkonzentriertheit. Typischerweise setze er einige Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum ein und erreiche seinen Höhepunkt, sobald kein Restalkohol mehr im Blut ist, erklärt Buchstaller.

Der Restalkohol werde allerdings oft unterschätzt. Der Blutalkoholspiegel sinke im Schnitt um 0,1 Promille pro Stunde, je nach körperlicher Verfassung schneller oder langsamer.

Tipp des Experten: Spätestens zum Ende einer Feier hin nur noch Wasser trinken. Das kann der Dehydrierung und damit Kopfschmerzen und Problemen mit der Konzentration vorbeugen. Außerdem trinke man so auch insgesamt weniger Alkohol.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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