Unu kündigt vernetzten E-Roller mit SIM-Karte an

09.09.2019
Ähnelnd einer italienischen Vespa, erzeugt aber weniger Abgase und kein Knattern: Das Berliner Unternehmen Unu stellt einen neuen E-Roller vor, der sich mittels Smartphone starten lässt und mehr als nur ein Roller sein will.
Die Unu-Gründer Elias Atahi (l-r),Mathieu Caudal und Pascal Blum wollen im Februar kommenden Jahres einen E-Roller auf den Markt bringen, der über eine SIM-Karte vernetzt ist. Foto: Jens Kalaene
Die Unu-Gründer Elias Atahi (l-r),Mathieu Caudal und Pascal Blum wollen im Februar kommenden Jahres einen E-Roller auf den Markt bringen, der über eine SIM-Karte vernetzt ist. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Das Berliner E-Roller-Start-up Unu bringt seine neue Flotte über eine SIM-Karte vernetzt auf die Straße. Damit sollen sich die eigenen Roller per App mit Freunden und Familie teilen lassen.

Zur Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt stellte das Unternehmen in Partnerschaft mit dem Telekom-Konzern Vodafone sein neues Modell vor, bei dem das Smartphone den Zündschlüssel ersetzt. Die SIM-Karte von Vodafone ist in den Fahrzeugen fest verbaut. Künftig wolle Unu aber auch Sharing-Anbieter beliefern, kündigte Mitgründer Pascal Blum an. Große Sharing-Anbieter könnten dann das vernetzte Uno-Modell unter eigenem Namen nutzen, hieß es.

Die erstmals im Mai angekündigten Roller sollen ab Februar kommenden Jahres in den regulären Verkauf gehen. Über die Plattform von Vodafone sollen Updates aus der Cloud automatisch eingespielt werden. Im Rahmen von Vodafones Start-up-Programm «Uplift» wollen die Partner auch weitere digitale Funktionen erproben. In Europa wolle Unu im kommenden Jahr den Bestand seiner Roller verdoppeln, sagte Blum. Der Sharing-Anteil werde dabei voraussichtlich 30 Prozent einnehmen. Auch ein Leasing-Modell für die Fahrzeuge ist geplant.

E-Roller seien ein wichtiger Baustein für eine Verkehrswende, sagte Blum. Allein in Berlin waren 2018 mehr als 1,2 Millionen Pkw zugelassen, was den Verkehrsfluss stark belaste. Autos kämen in der Hauptstadt im Schnitt mit einer Geschwindigkeit von 24 Kilometern in der Stunde voran, sagt Blum. Kleine, wendige und saubere Fahrzeuge seien die Alternative. «Ohne Vorzugsbehandlung wird das Auto in seiner jetzigen Form nicht bestehen.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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