Tipps zu Fahrradträgern am Auto

02.04.2020
Die Räder müssen mit? Wer sie mit dem Auto befördert, packt sie im seltensten Fall in den Kofferraum. Für den Transport stehen im Wesentlichen drei Systeme zur Wahl. Welches nimmt man?
Bei Fahrradträgern für die Anhängerkupplung müssen die Räder nicht so hoch gehoben werden - das ist gerade für schwerere Räder wie Pedelecs praktisch. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Bei Fahrradträgern für die Anhängerkupplung müssen die Räder nicht so hoch gehoben werden - das ist gerade für schwerere Räder wie Pedelecs praktisch. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) – Sie sind zwar die Klassiker für den Fahrradtransport auf dem Auto. Dachträger haben jedoch ihre Nachteile, berichtet die Fachzeitschrift «Auto Straßenverkehr» (Ausgabe 9/20).

Das geht schon beim Beladen los, das allein kaum zu schaffen sei – denn die Räder müssen auf das Dach gehoben werden. Dabei macht man schnell einmal Kratzer in den Lack. Und: Pedelecs mit Motor könnten für die Systeme zu schwer sein.

Hinzu kommt: Das Fahrverhalten wird recht stark beeinflusst. Grund ist die erhöhte Anfälligkeit für Seitenwind. Gerade in Kurven ist Vorsicht geboten. Einfahrten in Parkhäuser wiederum könnten zu flach für das beladene Fahrzeug sein. Außerdem steigt der Spritverbrauch kräftig. Dafür sind Dachträger vergleichsweise günstig.

Heckträger sind einfacher zu beladen

Dennoch raten die Experten: Wer die Option hat, setzt lieber auf Heckträger oder Halterungen, die an der Anhängerkupplung befestigt werden. Beide seien relativ einfach zu beladen, haben weniger Einfluss auf den Verbrauch – und man muss sich vor Einfahrten weniger Sorgen machen, ob man durchpasst.

Während das Anbringen an der Anhängerkupplung recht simpel ist, gestaltet sich das bei Heckträgern mitunter etwas umständlicher und erfordert mehr Geschick. Das System sollte im Idealfall an das Automodell angepasst sein. Das reduziert die Gefahr von Lackkratzern.

Nur bei trockenem Wetter montieren

Für die Montage aller drei Systeme gilt: Lieber nur bei trockenem Wetter loslegen. Ist es nass, könnten etwa die Auflagepunkte leicht verrutschen. Wer beim Anbringen nicht zurechtkommt, lässt lieber die Profis in der Werkstatt ran.

Wer mit Fahrrädern am oder auf dem Auto unterwegs ist, sollte generell maximal 120 Stundenkilometer schnell fahren, raten die Experten. Unabhängig vom System sollte einem klar sein, dass die Zusatzlast den Bremsweg verlängert und das Auto bei Spurwechseln möglicherweise etwas anders reagiert als gewohnt.

Regelmäßig checken: Sitzt alles?

Bei jeder Rast prüft man, ob alles noch festsitzt oder Schrauben nachgezogen werden müssen. Auf Planen, um die Räder vor Wind oder Regen zu schützen, verzichtet man lieber – sie erhöhen den Luftwiderstand enorm und könnten die Träger über Gebühr belasten.

Ebenfalls wichtig: Zubehörteile wie Aufstecklampen werden vor der Fahrt von den Rädern abmontiert. Sie könnten sich schlimmstenfalls lösen und in nachfolgende Autos krachen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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