Tief stehende Sonne: Gefahr für Motorrad- und Autofahrer

24.09.2021
Besonders wenn der Auf- und Untergang der Sonne in den Berufsverkehr fällt, erhöht sich die Gefahr von Unfällen durch Blendung. Aber auch wenn die Sonne im Rücken ist, kann's gefährlich werden.
Trügerische Idylle: Bei tief stehender Sonne müssen alle Verkehrsteilnehmer noch besser aufpassen. Foto: Marc Müller/dpa/dpa-tmn
Trügerische Idylle: Bei tief stehender Sonne müssen alle Verkehrsteilnehmer noch besser aufpassen. Foto: Marc Müller/dpa/dpa-tmn

Essen/München (dpa) - Die Blendgefahr durch eine tief stehende Sonne ist eine von vielen Herbst- und Wintergefahren im Straßenverkehr. Um Ampeln, Verkehrsschilder und besonders andere Fahrzeuge und Fußgänger gut erkennen zu können, ist eine stets saubere Frontscheibe wichtig.

Daher sollte auch genug Wischwasser vorhanden und die Scheibenwischer in Ordnung sein. Auch eine Sonnenbrille ist am besten stets griffbereit, so der ADAC. Drohen Sichteinschränkungen durch Blendung, heißt es: Tempo rausnehmen, noch mehr Abstand halten und vorausschauend fahren. Mit Abblend- oder Tagfahrlicht macht man sich sichtbarer.

Motorradfahrer werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette schon unter normalen Umständen zuweilen schlecht erkannt. Haben sie die Sonne im Rücken, werden sie zwar nicht selbst geblendet, müssen sich aber noch mehr bewusst machen, dass andere geblendet sein könnten und einen leichter übersehen. Darüber informiert das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Um selbst bessere Sicht zu haben, sollten Biker verschmutzte oder verkratzte Visiere reinigen beziehungsweise austauschen.

Andere Hilfsmittel für bessere Sicht sind getönte Visiere, in den Helm montierte Sonnenvisiere oder wie beim Autofahrer eine Sonnenbrille. Auch beschlagene Visiere verschlechtern die Sicht. Doppelwandige Pinlock-Visiere können das verhindern.

© dpa-infocom, dpa:210924-99-344464/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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