«test»: Auf Mobilitäts-Apps nicht blind verlassen

27.01.2017
Mobilitäts-Apps ermitteln, mit welchem Verkehrsmittel man am besten von einem Ort zum anderen kommt. Zumindest versprechen sie das. Doch Stiftung Warentest fand heraus, dass dabei auch unsinnige Verbindungen herauskommen können.
Als einzige Mobilitäts-App bewerten die Tester von Stiftung Warentest «Qixxit» als «hilfreich». Foto: Sebastian Gollnow
Als einzige Mobilitäts-App bewerten die Tester von Stiftung Warentest «Qixxit» als «hilfreich». Foto: Sebastian Gollnow

Berlin (dpa/tmn) - Viele Wege führen zum Ziel. Aber mit welchem Verkehrsmittel gelingt das am schnellsten und günstigsten? Sogenannte Mobilitäts-Apps fürs Smartphone beziehen bei ihrer Suche zum Beispiel das eigene Auto, Carsharing, Fernbusse, Taxis oder öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn ein.

Teilweise lassen sich sogar Tickets direkt über solche Apps kaufen. Perfekt sind sie aber noch lange nicht, urteilt die Stiftung Warentest. Sie hat fünf kostenlose Anwendungen unter die Lupe genommen («test»-Ausgabe 2/2017). Dabei zeigen sich «Google Maps» und «Moovel» als «teilweise hilfreich».

Als einzige App bewerten die Tester «Qixxit» als «hilfreich». Sie schließt außerdem die meisten Verkehrsmittel ein. Obwohl alle drei meist gute Verbindungen zeigen, raten die Tester aber, nicht blind darauf zu vertrauen. Denn auch «Qixxit» und «Moovel» hätten zuweilen unsinnige Verbindungen vorgeschlagen. Zwei der getesteten Anwendungen zeigen sich als «wenig hilfreich». Unter anderem auch, weil sie im Test oft für Fernstrecken keine Vorschläge machen oder bereits bei der Verbindungssuche scheitern.

Insgesamt funktioniere nur eingeschränkt und noch nicht perfekt, mit einer App viele Verkehrsmittel auf einmal zu vergleichen. Die Tester empfehlen, alternativ oder als Erweiterung auch Apps zu nutzen, die sich auf wenige Verkehrsmittel beschränken und nennen unter anderem den «DB Navigator» oder die «Öffi Fahrplanauskunft».


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das Display eines E-Bikes bietet Übersicht. Vodafone will E-Bikes gemeinsam mit der Einkaufsgemeinschaft ZEG vernetzen und damit auch Fahrrad-Dieben das Handwerk legen. Foto: Holger Hollemann/dpa Vodafone will E-Bikes vernetzen Die neue Technik kommt auch bei den Zweirädern an. Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone verbindet E-Bikes mit dem Internet. Bis der Verbraucher damit fahren und die Vorteile nutzen kann, dauert es allerdings noch einige Monate.
Die Nutzung von Mobiltelefonen im Auto ist in Deutschland nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Foto:Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa Freisprecher: Oft große Unterschiede bei Sprachqualität Beim Autofahren das Handy am Ohr? Das ist gefährlich und deshalb verboten. Wer trotzdem im Auto telefonieren will, greift zu Freisprech-Geräten. Doch die sind längst nicht alle gleich gut.
Die Nutzung von Mobiltelefonen im Auto ist in Deutschland nur bei der Verwendung einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Foto: Jens Büttner Freisprecheinrichtung im Auto Autofahren und gleichzeitig telefonieren: Das geht mithilfe einer Freisprecheinrichtung. Wer sich die anschaffen will, sollte sich vorab informieren. Denn nicht mit jeder hört man den Gesprächspartner gut.
Sprich mit mir: Moderne Autos sammeln viele Daten, hilfreich etwa für die Fehlerdiagnose in der Werkstatt. Andere Daten können aber noch viel mehr verraten. Andreas Gebert Foto: Andreas Gebert Big Brother fährt mit: Das moderne Auto als Datenkrake Moderne Autos sammeln unzählige Daten. Sie sind vielfach notwendig, damit die zahlreichen Assistenzsysteme funktionieren. Was aber sonst noch mit den Daten passiert, bleibt meist unklar. Autofahrer erhalten hier kaum Einblick von den Herstellern. Die Rechtslage ist komplex.